In der Feldkircher Stadtvertretungssitzung am Dienstagabend im Montforthaus wurde eine Stadträtin verabschiedet.
Der Ort der siebten Sitzung der Feldkircher Stadtvertretung hatte durchaus symbolischen Charakter: Wie berichtet, finden derzeit Bauarbeiten am Dach des Montforthauses statt. Hintergrund sind wiederholte Wassereintritte im Bereich der Dachverglasung. Laut Stadt gehen die Probleme auf Ausführungsfehler bei der ursprünglichen Errichtung zurück.
Am Dienstagabend standen unter anderem die Anfragebeantwortungen zur umstrittenen Aushubdeponie im Tisner Ried sowie mehrere Finanz- und Beteiligungsthemen auf der Tagesordnung.
Behandelt wurden der Beteiligungsbericht 2025 der Stadt, der Jahresabschluss und Geschäftsbericht der Stadtwerke sowie die Tarifberechnung der Erneuerbare-Energie-KG. Beim letzten Punkt wurde bekannt gegeben, dass die Bevölkerung ab Juli 2027 mit höheren Kosten rechnen muss.
Personalwechsel in der Stadtregierung
Höhepunkt der Sitzung war eine personelle Änderung: Bürgermeister Manfred Rädler (VP) bedankte sich bei Nathalie Koch (VP) für ihre Arbeit.
Die 33-jährige Feldkircherin gehörte der Stadtregierung seit Oktober 2022 an und wurde 2025 in ihrem Amt bestätigt. Sie war für die Bereiche Kinderbetreuung, Bildung, Musikschule sowie Sport und Sportstätten zuständig.
Nach der Verabschiedung wurde Andrea Zelzer (VP) als Nachfolgerin von Koch bestätigt. Die 45-jährige Feldkircherin arbeitete als Speditionsangestellte und in einem Grafikbüro. Seit rund fünf Jahren ist sie als schulische Assistenz tätig. Seit 2025 gehört sie der Stadtvertretung an.
"Schon in meiner ehrenamtlichen Funktionärszeit habe ich gelernt, dass man durch Reden zusammenkommt und dass persönliche Kontakte wichtig sind", so die Neo-Stadträtin in einer Aussendung.
"Mehrere Faktoren haben zusammengespielt"
Warum der Rücktritt? "Es haben mehrere Faktoren zusammengespielt, aber hauptsächlich musste ich eine Entscheidung treffen, was ich wie weitermachen kann", betont Koch auf Anfrage: "Ich unterrichte 90 Prozent an einer Schule im Unterland, leite einen sehr aktiven Musikverein und die Ressorts waren doch recht umfangreich. Diese Aufgabe alleine hätte ich Vollzeit machen können. Ich habe mich immer bemüht, es bestmöglich zu machen, aber natürlich sind auch viele Themen mit Frust gescheitert."
Sie zieht eine "sehr positive Bilanz". Und: "Alle meine Ressorts waren wirklich Herzensthemen für mich, und ich habe es mit Freude gemacht."
(VOL.AT/Rausch)