AA

Preisgeld-Schere im Ski-Weltcup: Vorarlberg im Hintertreffen

©GEPA
Die Ski-Weltcupsaison ist beendet, die großen Namen dominieren nicht nur sportlich, sondern auch finanziell. Während Mikaela Shiffrin und Marco Odermatt abkassieren, gab es für Vorarlbergs Athletinnen und Athleten deutlich kleinere Summen.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Mikaela Shiffrin sicherte sich nicht nur zum sechsten Mal den Gesamtweltcup, sondern auch 615.167 Euro brutto an Preisgeld. Bei den Herren führt einmal mehr Marco Odermatt, der zum fünften Mal in Serie die große Kristallkugel holte und 741.254 Euro einfuhr.

Der Schweizer Marco Odermatt war der "Großverdiener" in diesem Weltcup-Winter. ©GEPA

Dahinter klafft bereits eine deutliche Lücke. Emma Aicher (€ 387.265,50) und Lucas Pinheiro Braathen (
€ 359.264,00) folgen mit einigem Abstand. Aus österreichischer Sicht überzeugte vor allem Julia Scheib, die mit 340.942 Euro zur bestverdienenden ÖSV-Dame wurde. Bei den Herren liegt Vincent Kriechmayr mit 247.205 Euro vorne.

Neben der kleinen Kristallkugel im Riesentorlauf darf sich Julia Scheib über 340.942 Euro Preisgeld freuen. ©GEPA

Zwei Podestplätze für Vorarlberg

Ganz andere Dimensionen, aber nicht weniger bemerkenswerte Geschichten liefert der Blick nach Vorarlberg. Allen voran Nina Ortlieb. Nach langer Verletzungspause gelang ihr ein starkes Comeback. Platz zwei in der Abfahrt von Soldeu und drei weitere Top-Ten-Ergebnisse brachten ihr 65.650 Euro ein.

Der zweite Platz in Soldeu spülte über 25.000 Euro in die Preisgeldkasse von Nina Ortlieb. ©GEPA

Auch Ariane Rädler zeigte Konstanz. Zwar blieb ihr ein Weltcup-Podest verwehrt, dennoch sammelte sie 58.811 Euro. Ihre große Bühne fand sie bekanntlich bei den Olympischen Winterspielen, wo sie sich mit Gold in der Teamkombination gemeinsam mit Katharina Huber belohnte.

Gold bei den Olympischen Winterspielen und knapp 60.000 Euro an Preisgeld im Weltcup für Ariane Rädler (l.). ©APA

Verletzungen bremsen starke Saisonansätze

Magdalena Egger setzte mit Rang zwei in der Abfahrt von St. Moritz ein Ausrufezeichen und sorgte neben Ortlieb für den zweiten Vorarlberger Podestplatz in diesem Weltcup-Winter. Einen Tag später bestätigte sie ihre Form mit Platz sieben. Insgesamt stehen für sie 35.967 Euro an Preisgeld zu Buche. Ihre Saison endete jedoch abrupt. Nach einem Kreuzbandriss in Zauchensee war bereits am 10. Jänner Schluss, sonst wäre wohl noch mehr Preisgeld dazugekommen.

Große Freude bei Magdalena Egger über Rang zwei in St. Moritz. ©GEPA

Ein ähnliches Schicksal ereilte Katharina Liensberger nur ein paar Tage zuvor. Die Technik-Spezialistin fuhr noch vor dem Jahreswechsel viermal in die Top Ten, ehe sie sich Anfang Jänner bei einem Riesentorlauftraining in St. Michael im Lungau verletzte. 30.555 Euro Preisgeld spiegeln eine Saison wider, die mehr hätte einbringen können.

Ein Podestplatz blieb Katharina Liensberger in der abgelaufenen Saison verwehrt. ©GEPA

Männer im Schatten der Weltspitze

Bei den Herren führt Lukas Feurstein aus Mellau die interne Vorarlberg-Wertung an. 19.702 Euro sammelte er im Laufe des Winters, mehr als ein sechster Platz im Super-G von Copper Mountain war heuer aber nicht drin. Sein Cousin Patrick Feurstein kommt auf 13.386 Euro, sein bestes Resultat war ein achter Platz im Riesentorlauf von Alta Badia. Johannes Strolz durchbrach mit 10.311 Euro immerhin die fünfstellige Marke, auch dank Platz 15 im Slalom von Kitzbühel, der über 4.000 Euro brachte.

Lukas Feurstein darf sich über knapp 20.000 Euro Preisgeld freuen. ©GEPA

Junge Talente klopfen an

Auch der Nachwuchs macht sich bemerkbar, wenn auch finanziell noch auf bescheidenem Niveau. Victoria Olivier erhielt für Rang 22 im kanadischen Tremblant 1.280 Euro. Emily Schöpf, die sich über den Europacup einen Weltcup-Startplatz sicherte, kam aufgrund ihres 25. Platzes in Tarvisio auf 1.106 Euro. Leonie Zegg komplettiert das Trio mit 816 Euro für Rang 30 in der Abfahrt von Zauchensee.

Emily Schöpf hat ihren Weltcup-Startplatz für den kommenden Winter sicher. ©GEPA

(VOL.AT)

  • ADMIN AT
  • Vorarlberg Sport
  • Preisgeld-Schere im Ski-Weltcup: Vorarlberg im Hintertreffen