Premiere im Schnee: Feurstein erkämpft sich Vizestaatsmeistertitel
Bludenz, 7. Jänner. Schnee, Kälte und rutschiger Untergrund. Perfekte Bedingungen für ein Cyclocross-Rennen der Extraklasse. Und mittendrin ein Mann, der eigentlich noch nie zuvor in dieser Disziplin gestartet war: Kilian Feurstein. Der Team-Vorarlberg-Profi stellte sich am Sonntag zum ersten Mal einem Rennen im Cyclocross und fuhr prompt auf Rang zwei.
Der 22-Jährige musste sich lediglich Dominik Hödlmoser (Team Hrinkow) geschlagen geben, der sein starkes Wochenende mit dem Staatsmeistertitel am Sonntag krönte. Bronze ging an Christoph Holzer (WSA KTM Graz).
Feurstein selbst zeigte sich nach dem Rennen überwältigt: "Ich freu mich riesig über die Silbermedaille, welche etwas überraschend gekommen ist, da es mein erstes Cross-Rennen war. Ich habe kurzzeitig den Kampf um den Titel eröffnet, aber die Kette wollte hier nicht mitspielen. Dennoch bin ich mega happy, und die Form in Richtung Straßensaison passt", sagte er im Ziel.
Ein Rennen mit Höhen und Tiefen
Das Rennen selbst verlangte den Fahrern alles ab: 60 Minuten plus eine Runde auf einer rund 2000 Meter langen Strecke, gespickt mit technischen Passagen und kurzen, giftigen Anstiegen. Von Beginn an ging es heiß her. Feurstein fuhr mit dem Führenden Hödlmoser auf Augenhöhe in die erste Runde, musste diesen zwar kurzzeitig ziehen lassen, kam aber noch einmal stark zurück. Der Rückstand schmolz auf nur neun Sekunden, ehe die Technik einen Strich durch die Rechnung machte. Zwei Mal sprang die Kette aus der Führung, ein bitterer Moment, der wohl den Titel kostete. Doch Feurstein biss sich durch und brachte den zweiten Platz souverän ins Ziel.
Sein Teamkollege Dominik Amann komplettierte das starke Vorarlberger Ergebnis mit dem fünften Rang, ebenfalls ein beachtlicher Einstand in die Cyclocross-Szene.
Bludenz als Bühne für ein würdiges Saisonfinale
Mit dem Finale des Cyclocross-Cups 2025/26 und den Staatsmeisterschaften wurde Bludenz am Wochenende zum Epizentrum des österreichischen Querfeldeinsports. Der einsetzende Schneefall sorgte für herausfordernde Bedingungen, laut Staatsmeister Hödlmoser war es "technisch gesehen vermutlich das schwerste Rennen der Saison".
Für Hödlmoser, der am Samstag bereits den letzten Cup-Lauf gewonnen hatte, war der Sieg in der Eliteklasse sein erster Staatsmeistertitel. Gleichzeitig sicherte er sich damit auch den Titel in der U23-Wertung.
Fischer zum dritten Mal in Folge Vizestaatsmeisterin
Auch bei den Frauen wurde Geschichte geschrieben: Nadja Heigl gewann in Bludenz ihren bereits 13. Staatsmeistertitel, ein eindrucksvoller Beleg für ihre langjährige Dominanz im Cyclocross. Nora Fischer vom RV Dornbirn holte dahinter Silber und glänzte vor heimischem Publikum mit starker Form nach ihrer überstandenen Gehirnerschütterung.
Vorarlberger Nachwuchs überzeugt mit Podestplätzen
Nicht nur bei den Elitefahrern gab es Grund zum Jubeln: Vorarlbergs Talente und Nachwuchshoffnungen zeigten sich an beiden Wettkampftagen in Bestform. Bereits am Samstag beim Finale des Cycling Austria Cyclocross Cups holten sich einige junge Fahrer Top-Platzierungen:
- Pius Piringer (RV DJ’s Bikehop Simplon Hard) wurde Zweiter in der U17-Klasse
- Tim Gmeiner (RV Dornbirn) fuhr auf Rang zwei in der U15
- Sein Bruder Kai Gmeiner wurde Dritter in derselben Altersklasse
- Emily Hofer (RV DJ’s Bikehop Simplon Hard) siegte bei den U13-Mädchen
- Johanna Piringer (RV DJ’s Bikehop Simplon Hard) gewann den Damenbewerb
Am Sonntag bei den Staatsmeisterschaften folgte dann der nächste Medaillenregen:
- Linda Tessadri (RV DJ’s Bikehop Simplon Hard) holte Gold in der U17
- Emily Hofer sicherte sich Silber in der U13
- Maja Walch (MTB-Team Hohenems) wurde Dritte in derselben Klasse
- Magnus Burger (MTB-Team Hohenems) fuhr auf Rang drei bei den U13-Burschen
- Paul Freuis (RV Dornbirn) belegte Rang drei bei den Junioren
- Und erneut ganz oben: Johanna Piringer, diesmal bei den Juniorinnen
(VOL.AT)