Rädler und Ortlieb greifen im Olympia-Super-G an
Die Erfolgsliste der Österreicherinnen im Super-G bei Olympischen Spielen ist lang, seit zwei Jahrzehnten gibt es bei jeder Auflage eine Medaille. Michaela Dorfmeister 2006, Andrea Fischbacher 2010 und Anna Veith 2014 wurden jeweils Olympiasiegerinnen.
Der Olympia-Liveticker
Quartett komplettiert Olympia-Auftritt
Für Teamkombi-Olympiasiegerin Ariane Rädler (V), Nina Ortlieb (V), Cornelia Hütter und Mirjam Puchner bildet der Super-G den abschließenden Olympia-Einsatz in Cortina. Alle vier waren bereits in Abfahrt und Teamkombi am Start.
Rädler setzt auf ihre stärkste Disziplin
Rädler geht mit viel Selbstvertrauen in den Super-G – es ist ihre beste Disziplin, entsprechend hoch sind die Erwartungen. Gold in der Teamkombi hat sie bereits gewonnen, nun folgt jener Bewerb, in dem sie sich am wohlsten fühlt.
"Ich bin in den letzten Wochen gut ins Fahren gekommen, ich fühle mich sehr gut. Der Super-G-Teil ist mir schon in der Abfahrt gut gelegen, ich mag den Mittelteil wirklich gern", sagte die Vorarlbergerin. Zuletzt war sie in Crans-Montana auf Rang sieben gefahren.
Ortlieb setzt auf Mut
Auch Nina Ortlieb sieht Chancen auf der anspruchsvollen Tofana. Entscheidend werde sein, das Gelände richtig zu nutzen. "Manche Sachen sind hier vom Gelände her vorgegeben, aber der Kurssetzer hat Möglichkeiten, mit den Wellen zu spielen."
Scheib konzentriert sich auf Riesentorlauf
Julia Scheib konzentriert sich ganz auf den Riesentorlauf. Im Vorfeld war es Thema gewesen, dass sie als Einstimmung auch den Super-G am Donnerstag in Angriff nehmen könnte. Somit kommen die vier reinen Speedfahrerinnen im ÖOC-Aufgebot zu jeweils drei Einsätzen, waren sie doch allesamt auch in Abfahrt und Teamkombi am Start gewesen.
Das Favoritinnenfeld ist groß, mit der Neuseeländerin Alice Robinson, der Italienerin Sofia Goggia, der Deutschen Emma Aicher, die bereits zwei Olympia-Silbermedaillen in zwei Rennen gesammelt hat, und der Schweizerin Malorie Blanc gibt es vier verschiedene Saisonsiegerinnen – und keinen Podestplatz für Österreich. Das beste Resultat erreichte Hütter als Sechste in Val d’Isère.
Hütter will mit Grinser am Start stehen
Die 33-jährige Hütter will nach Platz vier in der Abfahrt ("Sehr große Enttäuschung") und fünf in der Teamkombi "natürlich ganz klar eine Medaille". Olympisches Edelmetall blieb ihr bisher verwehrt. Positiv stimmt sie, dass das Material super läuft – sie vertraut auf den gleichen Servicemann wie Rädler. "Ich bin zu hundert Prozent überzeugt, dass ich weiß, dass es von unten her passt, das ist schon mal die halbe Miete."
Sie wolle mit einem Grinser am Start stehen und mit Freude fahren. "Nach den Verletzungen habe ich gesagt, alles, was kommt, ist eine Draufgabe. Es ist so viel gekommen, von dem ich nicht gedacht habe, dass es kommen wird. Es ist nicht immer das Ziel das Ziel, sondern auch der Weg. Das Auf und Ab gehört zu meinem Leben dazu. Ich will hundertprozentig eine Medaille, aber wenn ich mir das jeden Tag einrede, wird es auch nicht besser, wenn ich sie nicht habe."
Puchner: Jeder startet bei null
Puchner empfindet noch keine "große Liebe" mit der Tofana. "Jeder startet bei null. Mit dieser Devise werde ich an den Start gehen. Ich habe nichts zu verlieren da runter, ich kann nur angreifen", sagte die Olympia-Silbermedaillengewinnerin von 2022 aus Salzburg.
(APA)