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Rätsel von Gizeh: Satellitendaten deuten auf zweite Sphinx hin

©AFP
Ein italienischer Forscher sorgt mit einer gewagten These für Aufsehen: Unter dem Sand von Gizeh könnte sich eine zweite Sphinx verbergen. Hinweise liefern Satellitendaten und eine antike Stele.

Satellitendaten deuten auf verborgene Struktur hin

Unter den weltberühmten Pyramiden von Gizeh könnte mehr verborgen liegen, als bisher angenommen. Der italienische Forscher Filippo Biondi präsentierte am Donnerstag Hinweise auf eine mögliche zweite Sphinx – basierend auf Auswertungen von Satellitenradar.

Radarbilder der Pyramiden von Gizeh ©The Khafre Project/Facebook

Demnach soll sich unter einem Hügel aus verdichtetem Sand eine große, symmetrische Struktur befinden. "Zwischen dem ersten und dem zweiten besteht eine unglaubliche Symmetrie", sagte Biondi im US-Podcast "Matt Beall Limitless". Erste Scans würden zudem auf Schächte und Gänge hindeuten, die jenen unter der bekannten Sphinx ähneln.

Antike Stele als möglicher Hinweis

Ein zentrales Argument liefert die sogenannte Traumstele, ein rund 3400 Jahre altes Monument zwischen den Vorderpfoten der Großen Sphinx. Darauf sind zwei Sphinx-Darstellungen zu sehen.

Für Biondi ist das mehr als Symbolik. Er und sein Team interpretieren die Darstellung als möglichen Hinweis auf ein zweites Bauwerk. Ähnliche Überlegungen hatte bereits vor Jahren der Ägyptologe Bassam El Shammaa angestellt.

Fachwelt zeigt sich zurückhaltend

In der wissenschaftlichen Community stoßen solche Theorien bislang auf Skepsis. Der frühere ägyptische Antikenminister Zahi Hawass hatte vergleichbare Annahmen in der Vergangenheit zurückgewiesen und darauf verwiesen, dass das Gebiet umfassend untersucht worden sei – ohne entsprechende Funde.

Auch Biondi selbst räumt ein, dass seine Ergebnisse noch nicht bestätigt sind. Weitere Untersuchungen vor Ort seien notwendig, insbesondere gemeinsam mit Geologen. Ein entsprechender Projektvorschlag wurde bereits bei den ägyptischen Behörden eingereicht.

Zwischen Faszination und Fakten

Die Idee einer zweiten Sphinx befeuert einmal mehr die Faszination rund um das Plateau von Gizeh. Gleichzeitig zeigt der Fall, wie schmal der Grat zwischen spannender Hypothese und gesicherter Erkenntnis ist. Bis belastbare Beweise vorliegen, bleibt die mögliche Entdeckung vor allem eines: ein ungeprüftes Versprechen.

(VOL.AT)

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