Rauchmelder schlugen nicht an: Warum der Brand in Bizau trotzdem glimpflich verlief
Ein Dachstuhlbrand in Bizau hat gestern Abend für Aufsehen gesorgt, blieb für viele Anwohner jedoch weitgehend unbemerkt. Mehrere Befragte berichteten vor Ort gegenüber VOL.AT, weder Sirenen gehört noch den Brand direkt wahrgenommen zu haben – lediglich etwas Rauch sei sichtbar gewesen. Eine Anwohnerin erfuhr sogar erst durch einen Anruf ihres Sohnes von dem Vorfall.
Der Hauseigentümer bestätigte vor Ort, dass ausschließlich der Dachstuhl betroffen war. Das Wohnhaus sowie eine Ferienwohnung blieben unbeschädigt. Die Familie plant, den Schaden rasch zu beheben und den Dachstuhl wieder aufzubauen.
Als mögliche Brandursache wird derzeit ein Bereich rund um ein Ofenrohr vermutet, wo sich ein belüfteter Zwischenraum unter den Schindeln befindet. Ein Gutachter soll dies klären.
Auffällig: Trotz installierter Rauchmelder im gesamten Haus schlug keiner Alarm – vermutlich, weil der Rauch direkt nach oben abzog. Die Bewohner zeigten sich erleichtert, dass alle unversehrt geblieben sind, und begannen bereits mit den Aufräumarbeiten.
Bilder zeigen abgedecktes Dach
Aktuelle Bilder und Videos vom Einsatzort zeigen das Ausmaß der Schäden am Dachstuhl am Tag danach.
Um alle Glutnester zu löschen, musste die Feuerwehr das Dach großteils öffnen. Aufnahmen vom Mittwoch dokumentieren die massiven Eingriffe am Gebäude.
Die Löscharbeiten hatten am Vorabend mehrere Stunden gedauert.
Feuerwehr nur 200 Meter entfernt
Auffällig: Das Feuerwehrhaus befindet sich nur rund 200 Meter vom Brandort entfernt. Entsprechend schnell konnten die ersten Einsatzkräfte reagieren.
Insgesamt standen mehrere Feuerwehren mit rund 135 Kräften im Einsatz, unterstützt vom Roten Kreuz, einem Notarzt, der VKW-Bereitschaft und der Polizei.
Keine Verletzten
Verletzt wurde niemand, die Höhe des Sachschadens ist unklar.
(VOL.AT)