Rekord bei Suspendierungen: Was Schüler an Vorarlbergs Schulen beobachten
Die Zahl der Suspendierungen an Vorarlbergs Schulen hat einen neuen Höchststand erreicht. Bis Ende Mai wurden bereits 125 Schülerinnen und Schüler vom Unterricht suspendiert. Damit liegt die Zahl schon jetzt über dem gesamten Vorjahr. VOL.AT hat bei Jugendlichen in Dornbirn nachgefragt, wie sie die Situation an ihrer Schule erleben.
Video: Das sagen Schülerinnen und Schüler
Wie nehmen Jugendliche die Situation selbst wahr? VOL.AT hat in Dornbirn Schülerinnen und Schüler nach ihren Erfahrungen befragt. Im Video erzählen sie, ob sie Gewalt, Mobbing oder Konflikte an ihren Schulen beobachten und wie sie zu Suspendierungen stehen.
Zahl der Suspendierungen steigt weiter
Wie aktuelle Daten der Bildungsdirektion Vorarlberg zeigen, wurden im laufenden Schuljahr bis Ende Mai bereits 125 Suspendierungen ausgesprochen. Im gesamten Schuljahr 2024/25 waren es 114 Fälle.
Eine Suspendierung kann verhängt werden, wenn Schülerinnen oder Schüler andere Personen gefährden, gewalttätig werden oder den Schulbetrieb erheblich stören. Laut Bildungsdirektion handelt es sich dabei um eine Sicherungsmaßnahme und um das letzte Mittel.
Mittelschulen besonders betroffen
Besonders häufig betroffen sind Mittelschulen. Im vergangenen Schuljahr entfielen rund 45 Prozent aller Suspendierungen auf diese Schulform. Etwa ein Drittel der Fälle betraf Volksschulen.
Die Bildungsdirektion führt den Anstieg unter anderem auf vermehrt auftretende herausfordernde Verhaltensweisen einzelner Schülerinnen und Schüler zurück. Gleichzeitig seien Schulen stärker dafür sensibilisiert worden, die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten konsequent anzuwenden.
Neue Regeln ab Herbst
Ab dem kommenden Schuljahr gelten österreichweit neue Vorgaben. Neben einer verpflichtenden pädagogischen Begleitung während einer Suspendierung wird auch die Definition von "Gefahr in Verzug" erweitert.
Suspendierungen sollen künftig unter anderem bei vorsätzlichen Angriffen, schweren Bedrohungen, beharrlicher Verfolgung, Herabwürdigungen oder mutwilliger Beschädigung von Eigentum möglich sein. Ziel ist es, die Sicherheit an Schulen zu erhöhen und gleichzeitig die Wiedereingliederung betroffener Schülerinnen und Schüler besser zu begleiten.
(VOL.AT)