"Riesengroße Belastung": Eine Vandalismus-Serie beschäftigt derzeit Vorarlbergs Gemeinden
Immer wieder kommt es in Vorarlberger Gemeinden zu Sachbeschädigungen im öffentlichen Raum. Auch in Hohenems und Lochau sorgt Vandalismus aktuell für enorme Schäden und hohe Kosten. VOL.AT war vor Ort und hat sich selbst ein Bild von der Extremsituation gemacht.
Video: Lokalaugenschein in Lochau zeigt Ausmaß der Schäden
Schäden und Kosten belasten Gemeinden
Beschmierte Wände, beschädigte Einrichtungen und zerstörte Infrastruktur – die Folgen von Vandalismus sind deutlich sichtbar. Neben dem optischen Schaden entsteht vor allem ein erheblicher finanzieller Aufwand.
In Lochau summieren sich einzelne Vorfälle teils auf mehrere tausend Euro. So werden etwa für beschädigte Einrichtungen oder mutwillig zerstörte Objekte Beträge von über 5.000 Euro fällig. Auch kleinere Sachbeschädigungen verursachen Kosten im dreistelligen Bereich. Insgesamt entsteht dadurch ein kontinuierlicher Aufwand für Reparaturen und Instandhaltung.
Lochau verstärkt Maßnahmen
Die Gemeinde Lochau hat auf die wiederkehrenden Vorfälle reagiert und Maßnahmen verstärkt. Dazu zählt insbesondere der Ausbau der Videoüberwachung an ausgewählten Standorten.
Laut Gemeinde zeigt diese bereits Wirkung: In überwachten Bereichen seien deutlich weniger Beschädigungen registriert worden, zudem wirke die Präsenz von Kameras abschreckend.
Die Gemeinde ruft dazu auf, Vandalismus oder frische Schäden umgehend der Polizeiinspektion Lochau zu melden.
- Polizeiinspektion Lochau
- +43 59 133 8133
- pi-v-lochau@polizei.gv.at
Video: Hohenemser Bürgermeister warnt vor Gefahr für Menschenleben
In Hohenems zeigt sich ein ähnliches Bild. Vor Ort sind immer wieder Spuren von Sachbeschädigung sichtbar. Damit steht die Stadt vor einer ähnlichen Herausforderung: Neben den Kosten geht es vor allem um die Sicherheit im öffentlichen Raum.
"Gefährdet im Ernstfall Menschenleben"
Deutliche Worte kommen von politischer Seite. Bürgermeister Dieter Egger spricht von einer "riesengroßen Belastung" für die Gemeinde. Gleichzeitig wird auf die mögliche Tragweite hingewiesen: "Hier wird mutwillig gehandelt – das gefährdet im Ernstfall Menschenleben."
Belohnung für Hinweise
Um die Serie zu stoppen, hat die Stadt Hohenems eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro ausgesetzt. Diese gilt für Hinweise, die zur Ausforschung der Täter führen.
- Stadtpolizei Hohenems
- +43 5576 7101 1520
- polizei@hohenems.at
- Polizeiinspektion Hohenems
- +43 59133 8142 100
- pi-v-hohenems@polizei.gv.at
Sachdienliche Hinweise werden auf Wunsch vertraulich behandelt.
(VOL.AT)