Rund 80 Tonnen Erdbeeren aus Vorarlberg erwartet
In Vorarlberg hat die Erdbeer-Saison begonnen. Insgesamt sechs Betriebe bauen die beliebten Früchte derzeit auf rund fünf Hektar Fläche an. Die Landwirtschaftskammer rechnet auch heuer wieder mit einer Erntemenge von etwa 80 Tonnen, berichtet der ORF.
Bereits jetzt sind erste heimische Erdbeeren erhältlich – sie stammen aus geschützten Anbauflächen wie Folientunneln oder überdachten Feldern, wo die Temperaturen höher sind und die Früchte früher reifen. Die Freiland-Ernte soll kommende Woche starten.
Immer mehr Produzenten setzen auf Folientunnel oder Gewächshäuser, um die empfindlichen Pflanzen besser vor Wetterextremen zu schützen. Klassische Sommer-Gewächshauskulturen, wie sie in anderen Ländern weit verbreitet sind, spielen in Vorarlberg allerdings weiterhin kaum eine Rolle. Aus Sicht der Landwirtschaftskammer habe das auch Vorteile, weil saisonales Obst dadurch wieder stärker geschätzt werde.
Erntehelfer unverzichtbar
Der Dornbirner Erdbeerbauer Martin Winder bewirtschaftet rund 70.000 Erdbeerpflanzen und setzt bei der Ernte auf Unterstützung aus dem Ausland. Helfer aus Afghanistan seien für den Betrieb unverzichtbar, da sich laut Winder kaum Einheimische für diese körperlich intensive Arbeit interessieren würden.
Größte Produzenten im Land
Mit einer Anbaufläche von drei Hektar gilt der Betrieb Karg in Gaißau als größter Erdbeerproduzent Vorarlbergs. Dahinter folgen der Winderhof in Dornbirn mit 1,5 Hektar sowie der Betrieb Fechtig in Mäder mit 0,5 Hektar. Der kleinste Produzent des Landes ist der Betrieb Gehrer in Höchst mit rund 0,03 Hektar Fläche.
Zwei Betriebe produzieren ihre Erdbeeren in Bioqualität: Ströhle in Sulz bewirtschaftet 0,27 Hektar, Fink in Sulzberg weitere 0,12 Hektar. Aufgrund der höheren Lage beginnt die Erdbeerernte im Bregenzerwald erst Mitte Juni.
Weitere Beerensorten folgen ab Juli
Nach den Erdbeeren startet im Juli die Saison für weitere Beerenarten. Dann werden in Vorarlberg auch Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Heidelbeeren geerntet. Etwas später folgen Brombeeren, ehe Anfang September schließlich die Holunderbeeren reif werden.
Damit die heurige Ernte nicht durch Kälteeinbrüche gefährdet wird, bereiteten sich viele Landwirte bereits im April mit sogenannten "Eispanzern" auf mögliche Frostnächte vor.
(VOL.AT)