AA

"Sandbox Dornbirn": Neue Freizeitanlage am Arenagelände

Aus Eis wird Sand: Neues Projekt in Dornbirn.
Aus Eis wird Sand: Neues Projekt in Dornbirn. ©Stadt Dornbirn
Auf der ehemaligen Eislauffläche an der Höchsterstraße entsteht mit der "Sandbox Dornbirn" eine temporäre Spiel- und Begegnungszone. Die Stadt will die seit 2018 brachliegende Fläche neu beleben und lädt am 25. April zur Infoveranstaltung.

Vom Eislaufplatz zur Sandlandschaft

Wo einst Schlittschuhe über das Eis glitten, soll künftig gespielt, gesportelt und entspannt werden: Die Stadt Dornbirn plant auf der ehemaligen Eislauffläche am Arenagelände eine neue, temporäre Freizeitanlage. Seit der Stilllegung der Eisanlage im Jahr 2018 lag das Areal weitgehend ungenutzt – nun wird es im Rahmen eines Projekts erstmals wieder aktiviert.

©Dornbirn Stadt / Wolfgang Schwarzmann

Mit der "Sandbox Dornbirn" verfolgt die Stadt das Ziel, den öffentlichen Raum neu zu denken und gleichzeitig neue Formen der Zwischennutzung zu erproben.

Einladung zur öffentlichen Diskussion

Bevor die Anlage vollständig umgesetzt wird, setzt die Stadt auf Beteiligung: Am Samstag, 25. April, um 10 Uhr sind alle Dornbirnerinnen und Dornbirner zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie politischen Vertretern soll das Projekt vorgestellt und diskutiert werden.

Drei Bereiche für alle Generationen

Die geplante Anlage umfasst rund 1.800 Quadratmeter und bleibt bewusst einfach gestaltet. Innerhalb der bestehenden Umrandung entsteht eine Sandlandschaft mit modellierten Hügeln, Sitzgelegenheiten und beschatteten Bereichen. Ziel ist kein fertiger Park, sondern ein offener Raum, der sich durch die Nutzung weiterentwickelt.

Die "Sandbox" gliedert sich in drei Zonen: einen Spielbereich für Kinder und Familien, einen Treffpunkt für Jugendliche sowie eine Aktivzone für Beachsportarten. Ein mobiler Bauwagen vor Ort soll als Treffpunkt dienen und Platz für Spielmaterialien bieten.

Nachhaltig und rückbaubar gedacht

Ein zentrales Element des Projekts ist die Wiederverwendung von Materialien. Diese sollen nach Projektende wieder in den städtischen Kreislauf zurückgeführt werden. Auch der verwendete Sand stammt aus der Region – konkret aus dem Staufensee – und wird speziell für die Nutzung aufbereitet.

Sandbox in der Höchsterstraße beim ehemaligen Eislaufplatz. ©Stadt Dornbirn

Die gesamte Anlage ist flexibel konzipiert und vollständig rückbaubar. Damit bleibt sie künftigen Entwicklungen des Areals nicht im Weg.

Stadt sieht Projekt als Experiment

Die Umsetzung erfolgt schrittweise durch den städtischen Werkhof und orientiert sich an vorhandenen Ressourcen. Für die Stadt ist die "Sandbox Dornbirn" auch ein Testlauf für neue Ansätze in der Stadtentwicklung.

Dornbirn plant mit der "Sandbox" eine neue Freizeitfläche auf der alten Eislaufanlage. Infoveranstaltung am 25. April für die Bevölkerung. ©Stadt Dornbirn

Bürgermeister Markus Fäßler betont: "Mit vergleichsweise geringem Aufwand können wir hier ein Projekt für die Menschen in unserer Stadt umsetzen und eine brachliegende Fläche neu beleben. Es zeigt sich, dass gute Ideen oft einfach sind – und vor allem dann überzeugen, wenn sie unmittelbar Nutzen für die Bevölkerung bringen."

Stadtplanungsstadtrat Johannes Zangerl ergänzt: "Das Projekt ist bewusst als Experiment angelegt. Wir schaffen hier keinen fertigen Park, sondern einen Raum, der sich entwickeln darf. Die Erfahrungen, die wir hier sammeln, sind wichtig für die zukünftige Gestaltung solcher Flächen."

Auch Hochbaustadtrat Christoph Waibel hebt den nachhaltigen Ansatz hervor: "Wir gehen hier auch in der Umsetzung neue Wege. Der Sand aus dem Staufensee ist ein gutes Beispiel dafür, wie vorhandene Ressourcen sinnvoll weiterverwendet werden können. Mit einfachen, rückbaubaren Lösungen schaffen wir einen hochwertigen Freiraum, ohne künftige Entwicklungen einzuschränken."

(VOL.AT)

  • ADMIN AT
  • Dornbirn
  • "Sandbox Dornbirn": Neue Freizeitanlage am Arenagelände