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Schattenbankensektor in der EU nimmt zu

Der Schattenbankensektor in der Europäischen Union hat trotz der Corona-Krise an Bedeutung zugelegt.
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Im vierten Quartal 2020 verwalteten in der EU Investmentfonds und andere Finanzgesellschaften abseits der traditionellen Banken Vermögenswerte von 39,4 Billionen Euro, ein Plus von 1,5 Prozent binnen Jahresfrist, wie der Europäische Systemrisikorat (ESRB) in einem neuen Bericht mitteilte.

Sektor erholte sich

Solche Finanzfirmen seien zwar zunächst ebenfalls von den Folgen des Ausbruchs der Corona-Pandemie belastet worden. Im weiteren Jahresverlauf habe sich der Sektor aber wieder erholt. Zu diesen Finanzgesellschaften werden unteren anderem Hedge- und Geldmarktfonds, alternative Investmentfonds sowie spezielle Börsenhändler gezählt. In dem Bericht wird auf mehrere Gefahren hingewisen, die es infolge der Corona-Krise im Auge zu behalten gelte.

Dazu zählen:

• die Unsicherheit hinsichtlich der Erholung von der Pandemie und eine steigende Verschuldung sowie wachsende Kreditrisiken im Zuge der Pandemie.

• Aber auch eine Entkopplung der Realwirtschaft von den Börsen und

• eine unsichere Liquidität in manchen Märkten.

• Verwundbarkeiten sieht der Bericht auch in einer übermäßigen Risikobereitschaft mancher Gesellschaften,

• in einer erhöhten Verschuldung bei Transaktionen mancher Investmentfonds sowie in den Ansteckungsgefahren für weitere Teile der Finanzwirtschaft.

• Dazu kämen die mit dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld verbundenen Gefahren.

Reaktion auf die Krise

Der in Frankfurt am Main ansässige ESRB (European Systemic Risk Board) wurde 2010 in Reaktion auf die Finanzkrise gegründet und soll als Frühwarnsystem auf Gefahren für die Stabilität des Finanz­systems in der EU hinweisen. Der Verwaltungsrat des Board steht unter dem Vorsitz der Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde.

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