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Schetteregg stellt die Weichen für den Sommer

Die vielen Kinderwünsche zur Fortführung werden immer mehr zur Realität.
Die vielen Kinderwünsche zur Fortführung werden immer mehr zur Realität. ©Skilifte Schetteregg
Ein Beschluss mit Signalwirkung: In Schetteregg ist am Dienstagabend eine Entscheidung gefallen, die das Bergerlebnis im Bregenzerwald nachhaltig verändern könnte. Hinter den Kulissen wurde monatelang verhandelt – jetzt steht der Rahmen.

Schetteregg macht den nächsten Schritt in Richtung Ganzjahresgebiet. Bei der Genossenschaftsversammlung am Dienstagabend hat die Alpe Gemeine Brongen dem neuen Sommer-Bewirtschaftungskonzept mit "überwältigender Mehrheit" zugestimmt. Damit ist eine zentrale Hürde genommen – nach intensiven Gesprächen zwischen Alpe, Region und den operativen Betreibern vor Ort.

Klare Regeln für einen sensiblen Raum

Im Kern geht es um eine strukturierte, alptaugliche Nutzung der Flächen in den Sommermonaten. Landwirtschaft, Tourismus und Naturschutz sollen nicht gegeneinander arbeiten, sondern in einem klar definierten Rahmen zusammenspielen.

Vorgesehen sind verbindliche Nutzungs- und Verhaltensregeln, eine geregelte Wegeführung sowie ein abgestimmtes Besucherlenkungssystem. Zuständigkeiten und Betriebsabläufe werden klar definiert, um Planungssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen – von den Bewirtschaftern bis zu den touristischen Akteuren.

"Diese Entscheidung ist ein starkes Signal für Zukunftsfähigkeit und Zusammenarbeit", heißt es seitens der Alpe Gemeine Brongen. "Wir schaffen damit eine Grundlage, die die Interessen der Genossenschaft sichert und gleichzeitig neue Chancen für eine tragfähige Sommersaison eröffnet."

Gratis-Bike-Bereich für Kinder geplant

Strategisch setzt Schetteregg auf eine Weiterentwicklung zum ganzjährigen Familiengebiet. Im Winter ist das kostenlose Kinderland seit Jahren ein Frequenzbringer. Dieses Modell soll nun in die warme Jahreszeit übertragen werden.

Geplant ist ein kostenloser Lern- und Trainingsbereich für Kinder und Einsteiger im Bike-Segment. Der Fokus liegt auf einem niederschwelligen Zugang, Sicherheit und strukturierter Fahrtechnik. Qualität vor Quantität lautet die Devise – sowohl bei der Infrastruktur als auch beim Gästeaufkommen.

Elias Schwärzler spricht von einem "wesentlichen Schritt" und "Meilenstein": "Ein großer Dank gilt der Alpe Brongen, insbesondere dem Vorstand und den Bewirtschaftern. Sie haben sich die Zeit und Mühe genommen, gemeinsam mit uns in zahlreichen Gesprächen an einer Lösung zu arbeiten", betont er. "Die Alpe Brongen hat sich klar zur Fortführung und Weiterentwicklung unserer Schetteregg bekannt – das schätze ich sehr."

Schutz der Alpflächen als Leitlinie

Ein zentrales Anliegen des Konzepts ist der Schutz der sensiblen Alpflächen. Die Bewirtschaftung soll weiterhin möglich sein, gleichzeitig sollen Gästeangebote klar gelenkt werden. Das bedeutet: definierte Wege, klare Informationspolitik und ein transparentes Miteinander zwischen Grundeigentümern, Wegehaltern und Betreibern.

Die Umsetzung erfolgt schrittweise. Eine laufende Evaluierung entlang festgelegter Qualitätskriterien ist vorgesehen. So soll gewährleistet werden, dass das Modell sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich tragfähig bleibt.

Gespräche in den kommenden Wochen

In den nächsten Wochen stehen weitere Abstimmungsgespräche an. Eingebunden werden Grundeigentümer, Wegehalter, Bewirtschafter sowie weitere betroffene Partner. Konkret geht es um die finale Ausgestaltung der Wegeführung, der Nutzungsregeln sowie um Sicherheits- und Lenkungsmaßnahmen für die kommende Sommersaison.

Für Schetteregg ist der Beschluss mehr als eine Formalität. Es ist ein Signal: Die Region will wachsen – aber mit Maß und Hausverstand. Und mit dem erklärten Ziel, Landwirtschaft und Tourismus nicht als Gegensätze, sondern als gemeinsame Zukunftsaufgabe zu verstehen.

(VOL.AT)

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