Nach schwerem Pisten-Unfall: Die überraschende Entscheidung der Staatsanwaltschaft
Folgenschwerer Unfall
Rund einen Monat nach dem folgenschweren Unfall im Skigebiet Bürserberg gibt es Klarheit aus juristischer Sicht: Die Staatsanwaltschaft hat kein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Damit ist der Fall auch für die Polizei abgeschlossen.
"In dem von Ihnen angefragten Fall wurde kein Ermittlungsverfahren eingeleitet", teilte die Medienstelle der Staatsanwaltschaft Feldkirch auf VOL.AT-Anfrage mit.
Auch Polizeiermittlungen abgeschlossen
Nach Angaben der Pressestelle der LPD Vorarlberg war der Sachverhalt an die Staatsanwaltschaft übermittelt worden. Diese habe in der Folge entschieden, kein strafrechtliches Fehlverhalten festzustellen. Somit sei von der Staatsanwaltschaft kein Fehlverhalten festgestellt worden, so Polizeisprecher Fabian Marchetti gegenüber VOL.AT.
Damit sind auch die Ermittlungen der Polizei beendet. Weitere Erhebungen sind laut Marchetti nicht mehr zulässig.
Unfall nach Feier in Skihütte
Der Unfall ereignete sich in der Nacht auf den 14. März 2026 kurz nach Mitternacht bei der Talstation der Loischkopfbahn.
Fünf Männer (19 bis 23) fuhren nach einer Feier mit einem Schlauchboot den Schlusshang der Piste 22 hinunter. Ein 21-Jähriger wurde herausgeschleudert und blieb unverletzt. Die vier anderen prallten gegen einen Stahlzaun. Das Boot riss in zwei Teile, der Stahlzaun wurde beschädigt.
Ein 23-Jähriger wurde schwerst verletzt per Hubschrauber nach St. Gallen geflogen. Ein 22-Jähriger kam schwer verletzt ins LKH Feldkirch. Zwei weitere Männer wurden leicht verletzt.
Zum Gesundheitszustand der Beteiligten liegen weiterhin keine neuen Informationen vor. Zuletzt war bekannt, dass drei der fünf Männer operiert werden mussten.
Hüttenbetreiber warnten vor Vorfall
Hüttenbetreiber hatten bereits kurz nach dem Unfall geschildert, dass das Schlauchboot schon Stunden zuvor Thema in der Skihütte gewesen sei. Es sei als Gag mitgebracht worden.
"Wir sind uns dieser Gefahr im Skigebiet bewusst und haben mehrfach gesagt, dass das Boot weg muss", sagte ein Hüttenbetreiber gegenüber VOL.AT. Im Laufe der Nacht verschwand das Schlauchboot laut ihm aus der Hütte.
(VOL.AT)