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Schmuck im Wert von 1.057.700 Euro gestohlen: Urteil in Wien

©pixabay.com (Sujet)
Im Juni 2016 kam es zu einem Raub in einem Wiener Juweliergeschäft. Dabei wurde Schmuck im Wert von 1.057.700 Euro gestohlen. Nun wurde ein 48-Jähriger rechtskräftig verurteilt.

Ein Häftling aus Monaco hat sich am Mittwoch am Wiener Straflandesgericht wegen eines Juwelierraubes verantworten müssen, den er vor fünf Jahren in der Wiener Innenstadt begangen hat. Der 48-Jährige gab sich als Kunde aus. Als ihm Schmuck im Wert von mehr als einer Million Euro vorgelegt wurde, zückte er eine Waffe und nahm die Ringe mit den Worten an sich: "Ich kann mich nicht entscheiden, ich nehme alles." Er muss dafür nun weitere drei Jahre in Haft.

Mann reiste für Raub extra nach Wen

Der Mann reiste im Juni 2016 extra in die Bundeshauptstadt, um das Nobelgeschäft auszuspionieren. Nachdem er nach drei Tagen alles erkundet hatte, setzte er sich nahe des Juweliers in einen Schanigarten und beobachtete das Geschehen. Gegen Mittag betrat der gepflegte Mann dann das Geschäft und gab vor, einen Ring für seine Mutter kaufen zu wollen. Er gab dem Besitzer und zwei Angestellten zu verstehen, dass er an höherpreisigen Schmuck interessiert sei, deshalb wurde er zu Vitrinen in den oberen Stock geleitet.

Er ließ sich mehrere Ringe, aber auch Colliers zeigen. Aber als die Angestellten fragten, ob sie bereits wieder Schmuck wegräumen könnten, der nicht in die engere Wahl kam, zückte der Mann plötzlich eine Pistole der Marke Zastava TT. "Ich kann mich nicht entscheiden, ich nehme alles", meinte er in gebrochenen Englisch zu den erschrockenen Angestellten und steckte die Schmuckstücke in seine Sakkotasche. Er signalisierte den beiden, dass alles in Ordnung sei und sie Ruhe bewahren könnten. Aber sie sollten weitere Vitrinen öffnen, damit er weitere Wertgegenstände an sich nehmen könnte.

Mann ließ Schmuck im Wert von 1.057.700 Euro mitgehen

Mit dem mit Brillanten, Diamanten und Rubinen besetzten Goldschmuck - elf Ringe, vier Colliers, drei Paar Ohrstecker und einem Armreif - im Wert von 1.057.700 Euro ließ er sich wieder ruhig in die unteren Geschäftsräume geleiten. Dabei versteckte er seine Waffe unter dem Sakko, sodass weder die anderen Mitarbeiter als auch die Securities von dem Raub etwas mitbekamen. Mit einem Leihauto verschwand er nach Slowenien und konnte bis vor zwei Jahren nicht gefasst werden.

Nur ein halbes Jahr nach dem Raub in Wien beging er einen weiteren Überfall nach dem selben Modus operandi in Monaco, weswegen er im Jänner 2019 dort zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt worden ist. Von dem Schmuck aus Wien fehlt allerdings jede Spur. Diesen hatte er einem unbekannten Hehler in seiner Heimat Montenegro um 150.000 Euro verkauft. Damit bezahlte er seine Schulden, die er als Bauingeneur nach einer Firmenpleite hatte. Für den Coup in Wien erhielt er nun eine dreijährige Zusatzstrafe, die bereits rechtskräftig ist.

(APA/Red)

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