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Schnee und Blitzeis: Wetterlage bringt Gefahren für Vorarlberg

Schnee, Regen – und tückisches Blitzeis.
Schnee, Regen – und tückisches Blitzeis. ©VOL.AT/Mayer
Vorarlberg steht am Donnerstag ganz im Zeichen von Schnee, Glätte und einer tückischen Wetterlage: Besonders im Rheintal und im Vorderwald droht gefrierender Regen – und damit Blitzeis. Autofahrer und Fußgänger sollten besonders vorsichtig sein.
Achtung Glättegefahr: Auf Kälte folgt wieder Neuschnee

Ein Wetterumschwung sorgt am heutigen Donnerstag in Vorarlberg für potenziell gefährliche Verhältnisse. Während es in der Nacht in höheren Lagen bereits leicht geschneit hat, kehrt mit einer herannahenden Warmfront ab Mittag verbreitet Schneefall zurück – teils anhaltend, teils intensiv.

Die Schneefallgrenze liegt zunächst noch im Rheintal, steigt jedoch am Abend mit auflebendem West- bis Südwestwind auf über 1000 Meter.

Das gefährlichste Wetterphänomen droht allerdings nicht in den Bergen, sondern in tiefen Lagen: Besonders im Rheintal und in windgeschützten Gebieten des Vorderwaldes kann gefrierender Regen einsetzen – und damit Blitzeis.

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Wetterlage: Warmfront mit Tücken

Auslöser der kritischen Wetterlage ist eine starke West- bis Nordwestströmung, die milde Luft nach Vorarlberg bringt – auf den Bergen föhnig, in den Tälern jedoch mit gefrierendem Niederschlag. Die Tageshöchstwerte bewegen sich zwischen -2 und +3 Grad.

Im Laufe des Abends zieht die Schneefallgrenze von Westen her deutlich an, Schnee geht dann in Regen über – mit entsprechenden Risiken durch Blitzeis und Glätte.

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Vorsicht Glatteis - ÖAMTC warnt und gibt Tipps

Die aktuellen winterlichen Temperaturen stellen alle Verkehrsteilnehmer:innen vor besondere Herausforderungen. Ob mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß: Tiefe Temperaturen in Verbindung mit leichtem Schneefall oder Nebel können rasch zu gefährlicher Glätte führen. Selbst Temperaturen knapp über null Grad sind kein verlässlicher Hinweis auf sichere Fahrbahnen, da der Untergrund im Winter oft stark ausgekühlt ist. “Wenn Regen auf eine stark unterkühlte, gefrorene Fahrbahn trifft oder auch durch überfrierenden Nebel kann sehr rasch eine spiegelglatte Eisschicht entstehen – sogenanntes Blitzeis", warnt ÖAMTC-Verkehrsjurist Matthias Wolf. Besonders heimtückisch sind Brücken, Unterführungen und schattige Streckenabschnitte, die deutlich schneller auskühlen als andere Fahrbahnbereiche.

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"Glatteis tritt häufig nur punktuell auf und wird daher leicht unterschätzt", warnt der Experte des Mobilitätsclubs. "Gerade in den frühen Morgenstunden oder am Abend kann es auf wenigen Metern extrem rutschig sein – manchmal merkt man das schon am Weg zum Fahrzeug. Wer unterwegs ist, muss seine Geschwindigkeit konsequent an die Bedingungen anpassen, denn der Bremsweg verlängert sich bei Glätte massiv."

ÖAMTC-Verkehrsjurist Matthias Wolf ©ÖAMTC

Besonders vorsichtig sollten einspurige Verkehrsteilnehmer:innen unterwegs sein. "Wer mit dem Motorrad, Fahrrad oder E-Scooter unterwegs ist, muss die Fahrbahn sehr genau beobachten. Es droht gleich doppeltes Risiko: Sowohl Glätte als auch Rollsplit auf der Straße erhöhen die Sturzgefahr enorm", betont der ÖAMTC-Experte.

Nicht auf Schneeräum- und Streupflicht verlassen

Nicht ratsam ist es, sich ausschließlich auf die Räumung und Bestreuung der Fahrbahn zu verlassen. Zwar sind Straßenerhalter verpflichtet, Schnee zu räumen und bei Glätte zu streuen, sie haften jedoch grundsätzlich nur bei vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Verletzung ihrer Sicherungspflichten. Anders ist die Rechtslage bei mautpflichtigen Straßen wie etwa Autobahnen: Da hier ein Vertragsverhältnis besteht, haftet der Straßenerhalter bereits bei leichter Fahrlässigkeit und muss nachweisen, dass ihn kein Verschulden trifft.

So geht es weiter: Wetter bleibt wechselhaft und winterlich

Freitag: Kurzzeitige Milderung mit Regen

Am Freitag zieht eine weitere Störung über Vorarlberg hinweg. Regen und Schneefall lassen tagsüber nach, es wird föhnig-mild mit kurzfristigen Auflockerungen. In den Bergen frischt der West- bis Südwestwind kräftig auf. Die Höchstwerte steigen auf 3 bis 8 Grad, am Nachmittag wird es wieder kühler. In höheren Lagen mischen Schneeschauer weiterhin mit.

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Samstag: Neuschnee vor allem im Süden

Der Samstag bringt dichte Wolken, starken bis stürmischen Westwind in den Bergen und anhaltenden Schneefall vor allem im südlichen Bergland sowie rund um den Arlberg. Auch im Rheintal sind ab dem Nachmittag wieder Schneeschauer möglich, die sich gegen Abend verstärken. Es wird spürbar kälter – mit Tiefstwerten zwischen -8 und -3 Grad und Tageshöchstwerten um den Gefrierpunkt.

Sonntag bis Dienstag: Kalt, aber ruhiger

Am Sonntag klingt der Schneefall vormittags ab, am Nachmittag lockert es zunehmend auf. Es bleibt kalt bei Höchstwerten zwischen -4 und 0 Grad, auch der Wind lässt deutlich nach.

Der Montag beginnt teils sonnig, gegen Nachmittag ziehen von Westen her erneut Wolken auf. Es bleibt voraussichtlich trocken bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Am Dienstag wird es milder, bei dichter Bewölkung ist leichter Schneefall nicht ausgeschlossen.

(Red.)

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