Schwärzler spielt erstmals für Hard – und der Aufsteiger braucht sofort Punkte
Der Moment, auf den man beim TC Hard seit Jahren hingearbeitet hat, ist gekommen. Als der Club vergangene Saison durch die 2. Bundesliga marschierte und den Aufstieg fixierte, war bereits klar: Der Verein schreibt Geschichte.
"Wir haben eigentlich alles klar gewonnen, nur das letzte Spiel nicht. Da standen wir aber schon als Aufsteiger fest und sind nicht mehr in Bestbesetzung angetreten", blickt Mannschaftskapitän Tobias Fürschuß zurück.
Nun spielt Hard erstmals in der Vereinsgeschichte in der 1. Bundesliga. Allein das ist für den Klub ein Meilenstein. Doch das kommende Wochenende könnte noch einmal eine besondere Dimension bekommen.
Schwärzler kehrt für den Heimatverein zurück
Wenn Hard am Donnerstag (11 Uhr) Steyr empfängt und am Samstag (ebenfalls 11 Uhr) gegen Bad Sauerbrunn antritt, wird erstmals in dieser Saison auch Joel Schwärzler für seinen Heimatverein aufschlagen.
Der 20-Jährige ist mit Rang 171 der ATP-Weltrangliste nicht nur die Nummer eins des TC Hard, sondern Vorarlbergs Tennis-Aushängeschild. Für viele Fans ist er die große Hoffnung des österreichischen Tennissports.
Dass ausgerechnet er nun erstmals in der Bundesliga für seinen Heimatverein aufschlägt, verleiht den ersten Heimspielen zusätzliche Strahlkraft. "Mit Joel sollten wir gegen beide Teams gewinnen", sagt Fürschuß selbstbewusst. Mit ihm und Jonas Keck sind neben Schwärzler noch zwei weitere "echte" Harder im Team.
Besonders emotional ist die Situation für den Kapitän auch deshalb, weil er Schwärzlers Entwicklung seit dessen Jugend miterlebt hat. "Ich habe noch mit ihm trainiert, als er 14, 15 Jahre alt war. Das ist schon cool, jetzt gemeinsam mit ihm in der Bundesliga für unseren Heimatverein aufzuschlagen", erzählt der 26-Jährige.
Ein schwieriger Start in die höchste Spielklasse
Sportlich verlief der Einstieg in die Bundesliga bislang allerdings nicht nach Wunsch. Zum Auftakt setzte es gegen Titelverteidiger Salzburg eine klare Niederlage. "Am ersten Spieltag haben wir gegen den amtierenden Meister klar verloren. Das wussten wir aber schon davor, dass wir gegen Salzburg keine Chance haben werden", sagt Fürschuß.
Nach einer spielfreien Runde folgte die Reise nach Schwaz. Dort wäre laut dem Harder Kapitän deutlich mehr möglich gewesen. "Dieses Spiel hätten wir gewinnen können. Wir haben leider die Doppel falsch aufgestellt." Gerade deshalb gewinnen die beiden Heimspiele nun zusätzlich an Bedeutung.
"Wir müssen am Donnerstag gewinnen"
Vor allem das Duell mit Steyr sieht der Mannschaftsführer als richtungsweisend an. "Es ist etwas ganz Besonderes, für meinen Heimatverein in der Bundesliga aufzuschlagen. Der Verein war noch nie in der Bundesliga. Die Erwartungen sind natürlich hoch. Wir müssen am Donnerstag gewinnen. Steyr ist vermutlich der schwächste Gegner in unserer Liga."
Auch gegen Bad Sauerbrunn rechnet sich Hard realistische Chancen aus. Mit Schwärzler an der Spitze soll der erste Bundesliga-Heimsieg der Vereinsgeschichte gelingen.
Der Klassenerhalt als großes Ziel
Trotz aller Euphorie bleibt das Saisonziel klar definiert: der Klassenerhalt.
Die 1. Bundesliga wird in zwei Gruppen mit jeweils fünf Mannschaften gespielt. Die drei schwächsten Teams jeder Gruppe kämpfen anschließend im unteren Play-off gegen den Abstieg. Punkte gegen direkte Konkurrenten werden dabei mitgenommen.
Bemerkenswert ist, dass Hard nahezu unverändert auf jene Mannschaft setzt, die bereits den Aufstieg geschafft hat. "Die Jungs spielen alle schon drei bis vier Jahre bei uns. Das war uns wichtig", betont Fürschuß. Einziger Neuzugang ist eben Schwärzler.
Tennisfest in Hard erwartet
Die Vorfreude auf die ersten Bundesliga-Heimspiele ist im Verein jedenfalls spürbar.
Fürschuß hofft auf zahlreiche Zuschauer und eine besondere Atmosphäre auf der Anlage. "200 bis 300 Zuschauer wären schon klasse."
(VOL.AT)