Schweiz und Liechtenstein testen am Mittwoch ihre Sirenen
In einer echten Notlage zählt jede Minute. Deshalb testen die Schweiz und Liechtenstein einmal jährlich ihr gesamtes Warnsystem. Am Mittwoch, 4. Februar, ist es wieder so weit: Punkt 13.30 Uhr heulen landesweit die Sirenen auf – ausdrücklich nur zu Testzwecken.
Zwei Alarmdurchgänge am frühen Nachmittag
Ausgelöst wird zunächst der sogenannte "Allgemeine Alarm". Dabei handelt es sich um einen regelmäßig auf- und abschwellenden Heulton, der jeweils eine Minute lang zu hören ist. Der Test kann, falls erforderlich, bis 14.00 Uhr andauern.
Allein im Kanton St. Gallen werden dabei rund 240 Sirenen überprüft. In der gesamten Schweiz sind es etwa 5000 Anlagen, die zeitgleich getestet werden.
Wasseralarm kann bis nach Vorarlberg hörbar sein
Am Nachmittag folgt ein weiterer Test mit besonderer Bedeutung: der sogenannte "Wasseralarm". Zwischen 14.00 Uhr und spätestens 16.00 Uhr ertönen im Nahbereich unterhalb von Stauanlagen zwölf tiefe Dauertöne von jeweils 20 Sekunden, mit zehn Sekunden Pause dazwischen.
Je nach Wetter- und Windlage kann dieser Alarm auch in Grenzregionen – etwa in Liechtenstein oder im nahen Vorarlberg – hörbar sein.
Testwarnung über die AlertSwiss-App
Parallel zu den Sirenen wird auch die AlertSwiss-App getestet. Nutzerinnen und Nutzer erhalten eine Meldung der Stufe "Information". Dabei ertönt kein Alarmton am Smartphone – dieser wäre erst bei einer Warnung der Stufe "Alarm" vorgesehen.
Die App des Schweizer Bundesamtes für Bevölkerungsschutz ist kostenlos verfügbar und informiert im Ernstfall auch über kleinräumige Ereignisse wie Trinkwasserverunreinigungen, Waldbrände oder lokale Evakuierungen. Zusätzlich können Nutzer persönliche Notfallpläne in der App hinterlegen.
Für alle, die sich am Mittwoch erschrecken: Es handelt sich um einen geplanten Test – und um ein wichtiges Training für den Ernstfall.
(VOL.AT)