Schweizer Lehrer an Lungentuberkulose erkrankt: Jetzt werden alle Kinder getestet
Lehrer erkrankt – Contact-Tracing gestartet
In den Primarschulen von Saint-Maurice und Dorénaz im Kanton Wallis ist bei einem Lehrer Lungentuberkulose diagnostiziert worden. Der Mann befindet sich in medizinischer Behandlung und steht derzeit nicht mehr im Klassenzimmer.
Nach Bekanntwerden der Erkrankung wurde umgehend eine Kontaktnachverfolgung eingeleitet. Diese wird von der Walliser Lungenliga durchgeführt und von der kantonalen Fachstelle für übertragbare Krankheiten koordiniert. Ziel ist es, mögliche Ansteckungen frühzeitig zu erkennen und einzudämmen.
Fünf Klassen im Fokus der Untersuchungen
Im Zuge dieser Abklärungen werden nun gezielt jene Kinder getestet, die engen und regelmäßigen Kontakt mit dem betroffenen Lehrer hatten. Zum Einsatz kommt ein Bluttest, der Hinweise auf eine mögliche Infektion liefert.
Betroffen sind aktuell fünf Klassen an den beiden Schulstandorten. Auch Lehrpersonen, die Kontakt hatten, werden untersucht. Die Eltern wurden bereits informiert, die Testergebnisse sollen ihnen innerhalb weniger Tage direkt mitgeteilt werden.
Sollte ein Test positiv ausfallen, folgen weitere medizinische Untersuchungen. Danach wird entschieden, ob eine vorbeugende Behandlung notwendig ist.
Behörden sehen keinen Anlass zur Sorge
Für Personen ohne engen Kontakt besteht derzeit keine Testempfehlung. Allerdings raten die Behörden, bei Symptomen wie anhaltendem Husten oder länger andauerndem Fieber ärztlichen Rat einzuholen.
Trotz des Falls sehen die zuständigen Stellen keinen Grund für weitergehende Maßnahmen. Der Schulbetrieb läuft normal weiter.
Ansteckungsrisiko gilt als gering
Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die über die Luft übertragen wird. Eine Ansteckung erfolgt in der Regel nur bei längerem und engem Kontakt mit einer unbehandelten erkrankten Person. Kurzzeitige Begegnungen gelten hingegen als wenig riskant.
Die Krankheit ist grundsätzlich gut behandelbar. Die eingeleiteten Maßnahmen sollen vor allem dazu dienen, mögliche Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die Lage wird laufend beobachtet.
(VOL.AT)