Von Christiane Eckert
Anlass für die spätere schwere Körperverletzung war ein verlorengegangenes Computerspiel. Es setzte Beleidigungen und Beschimpfungen und eine Ohrfeige. Drei Monate später wollte man die Sache endgültig klären. „Von Mann zu Mann“ vereinbarten die beiden via Snapchat. Statt Klärung gab es jedoch am Ende eine schwere Körperverletzung. Im Zuge des Gerangels vor dem Feldkircher Wohnhaus des 17-Jährigen zückte dieser nämlich ein Klappmesser. „Ich dachte, das traut er sich nie!“, rechnete der 18-jährige Stapelfahrer zunächst nicht mit einem tatsächlichen Angriff. Doch plötzlich spürte er die Klinge in seinem Unterarm.
Stich bis auf den Knochen
Der Jüngere stach mehrmals zu, verletzte im linken Unterarm des Kontrahenten Muskeln, Bindegewebsstränge, den Finger, ein Stichkanal ging sogar bis auf den Knochen durch. Ein Monat Krankenstand und üble Schmerzen waren die Folge. 500 Euro Teilschmerzengeld werden zugesprochen. Außerdem muss der bislang Unbescholtene eine Geldbuße von 1000 Euro bezahlen. Er macht zur Zeit beim Militär eine Ausbildung, wäre er vorbestraft, wäre es fraglich, ob er diese weitermachen kann. Er akzeptiert bereitwillig die Entscheidung und verspricht, sich künftig zusammen zu reißen.
(VOL.AT/ec)