Sharon Stone vor Wiener Opernball in Oberösterreich
Sharon Stone hat am Dienstag Hollywood-Glamour und ein großes Presseaufgebot ins kleine, nur gut 1.000 Einwohner zählende St. Willibald (Bezirk Schärding) gebracht. Der Hollywoodstar kam auf Einladung von Schaumrollenkönig Karl Guschlbauer in dessen zuckerlrosa "Süße Welt". Die Blasmusikkapelle des Ortes, zahlreiche Fans und Medienleute empfingen den Star und Sohn Laird bei strahlendem Sonnenschein im Innviertel.
Wiener Opernball am Donnerstag mit Sharon Stone
Moderator Alfons Haider begrüßte Sharon Stone, die am Donnerstag den Opernball besuchen wird. Sie sagte auf Haiders Frage, ob sie Walzer tanzen kann: "Wir haben Walzer geübt, ich habe mit meinem Sohn geübt". Auch wenn sie die Loge Guschlbauers beehren wird: Sie ist keine ausgesprochene Süßigkeiten-Liebhaberin, aber sie hat etwas für dunkle Schokolade übrig, gestand die 67-Jährige. Und sie liebe Sauerkraut und Schnitzel - letzteres versprach ihr TV-Koch Johann Lafer für sie zu panieren.
Vom Essen switchte man schnell zum Thema Film: "Ich habe Filme gemacht, die ich selbst wundervoll finde, aber die kaum jemand kennt." "Broken Flowers" habe in den USA kaum jemand gesehen, in Europa sei es hingegen ein Erfolg gewesen, meinte Stone.
Sie sprach auch über ihre Arbeit für die "American Foundation for Aids Research" (Amfar). "Als ich begann, für die Amfar zu arbeiten, wurde mir gesagt, ich würde dadurch keine Rollen bekommen." Sie sei bedroht worden, konnte nicht als Schauspielerin arbeiten. "Ich habe oft andere Prioritäten gesetzt als die Leute um mich herum." Sie sei in der ganzen Welt gereist, habe Spenden für Amfar gesammelt.
Sie erklärte, dass sie Familienunternehmen liebe und gern für sie arbeite. Diese seien mit dem Herzen dabei, streute sie ihrem Opernball-Gastgeber Rosen. Am Ball der Bälle wird sie übrigens Valentino tragen. Sie habe in den 1990er-Jahren begonnen mit Valentino zu arbeiten und er machte viele Stücke für sie - einen Rock im Klimt-Design werde sie am Donnerstag zum Opernball ausführen, verriet sie. Sie sei nämlich ein großer Klimt-Fan und hofft, später sein Haus zu sehen. "Es ist großartig, wenn ich die Gelegenheit habe, meinen Sohn dabei zu haben. Er studiert Medizin und steht gerade vor seinem Auslandssemester in Korea", freute sie sich schon auf einen Tanz mit ihm am Ball.
Stone zu USA: "Suche wirklich einen Platz außerhalb"
Laird Stone sagte: "Ich liebe die europäische Architektur und freue mich das in Wien zu sehen." Stone ist auch Malerin, sie möchte während ihrer Tage in Wien gern die Ausstellung mit Monet und Picasso in der Albertina sehen und würde gern in einer Galerie in Wien ausstellen. Vorerst stand aber erst einmal eine Schaumrollenwerkstour mit Sohn Laird, den Guschlbaues und einigen VIP-Gästen an.
Vorab wurde um Verständnis gebeten, dass "Sharon Stone keine Fragen zur aktuellen US-Politik beantworten wird". Die 67-Jährige hatte sich mehrmals kritisch über US-Präsident Donald Trump geäußert sowie die Amerikaner als "ungebildet" und "naiv" bezeichnet. "Ich lebe noch in den USA, aber ich suche wirklich einen Platz außerhalb". Sie habe sich zuletzt in Frankreich umgeschaut. Was ihr wirklich am Herzen liege, sei der Zusammenhalt zwischen den Menschen. "Es gibt keine Blume, die besser ist als eine andere oder eine Kuh, die besser ist als eine andere und genauso ist es mit den Menschen".
Zahlreiche Gäste genossen beim "Opernball-VIP-Empfang" - 150 Karten waren aufgelegt - in Guschlbauers Imperium Sacherwürstel, Schaumwein und Häppchen von Lafer. Er wird Waldtraud und Karl Guschlbauer sowie Sharon und Laird Stone auch am Donnerstag zum Opernball begleiten. Davor geht es zum Abendessen ins Sacher, verriet Karl Guschlbauer der APA. Den Besuch von Stone habe er vor etwa einem halben Jahr angebahnt und dann "hat sie gleich Ja gesagt", meinte er zur APA. Freilich habe sie sich "erkundigt, wer wir sind" und das habe ihr "natürlich" gefallen.
1992 war Sharon Stone mit ihrer Rolle in dem Erotik-Thriller "Basic Instinct" weltberühmt geworden. Darin spielte sie die undurchsichtige Krimi-Schriftstellerin Catherine Tramell, die unter Mordverdacht gerät. Es folgten Filme wie das Drama "Casino", das ihr einen Golden Globe und eine Oscar-Nominierung einbrachte, "Catwoman" und "The Disaster Artist". Stone ist auch als Malerin - 2024 stellte sie in Berlin aus - und als Autorin tätig. Die zweifach geschiedene Schauspielerin ist Mutter von drei Adoptivsöhnen, Roan, Laird und Quinn.
Stone seit Wochenbeginn in Österreich
Sharon Stone ist bereits seit Montag in Österreich. Sie logiert in einem Luxushotel, über ihr Programm in Wien ist nichts bekannt - außer natürlich, dass sie am Donnerstagabend der Guschlbauer-Loge Hollywood-Glanz verleihen wird.
(APA/Red)