Sieben Kilo Drogen aus dem Darknet – 44 Monate Haft
Von Christiane Eckert
Er selbst ist süchtig und um diese Sucht zu finanzieren, verkaufte er auch Drogen. In knapp zwei Jahren bestellte der ehemalige Lagerist insgesamt sieben Kilo im Darknet. Rund drei Kilo verkaufte er weiter. Das Gramm zu rund fünf Euro. Das verdiente Geld steckte er wieder in Drogen, die er vor allem am Wochenende konsumierte. Durch andere Abnehmer, die Daten preisgaben, kam man dem Dealer auf die Schliche, ein Hausdurchsuchung führte schlussendlich im November zur Verhaftung.
Ansonsten unbescholten
Verteidiger Markus Schiechtl betont, dass sein Mandant bislang einen ordentlichen Lebenswandel führte und zudem kooperativ und reumütig war. Umstände, die das Gericht bei der Urteilsfällung sehr wohl berücksichtigt, denn der Angeklagte trug durch seine Angaben tatsächlich zur raschen Klärung bei. Deshalb, so die Urteilsbegründung, konnte bei 15 Jahren Strafrahmen mit drei Jahren und acht Monaten das Auslangen gefunden werden. Das Urteil ist allerdings nicht rechtskräftig. 15.000 Euro werden für verfallen erklärt.
(VOL.AT/ec)