Kontrollen bei Flügen aus Serbien und Georgien
Bei umfangreichen Einreisekontrollen am Flughafen Memmingen haben Grenzbeamte am Montag sieben Reisende zurückgewiesen. Das berichtet die Polizei laut einem Medienbericht der Allgäuer Zeitung. Betroffen waren Passagiere von Wizz-Air-Flügen aus Niš in Serbien sowie aus Kutaissi in Georgien. Bereits bei der Kontrolle eines Fluges aus Serbien stoppten die Beamten zwei Männer im Alter von 31 und 38 Jahren.
Nach Angaben der Polizei verfügten beide über zu geringe finanzielle Mittel für ihren geplanten Aufenthalt und konnten keinen nachvollziehbaren Reisegrund nennen. Bei einem Flug aus Georgien überprüften die Beamten fünf weitere Reisende. Auch sie erfüllten laut Polizei die Voraussetzungen für eine Einreise nach Deutschland nicht.
Verdacht auf gefälschte Hotelbuchungen
Besonders auffällig waren nach Angaben der Ermittler zwei Fälle, in denen Reisende gefälschte Hotelreservierungen und Rückflugtickets vorgelegt haben sollen. Gegen die beiden Personen wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung eingeleitet. Bei den übrigen Betroffenen stellten die Beamten laut Polizei fest, dass die vorgelegten Hotelbuchungen bereits storniert worden waren. Zudem hätten auch sie keinen plausiblen Aufenthaltsgrund nachweisen können.
Alle sieben Reisenden mussten ihre Reise noch am Flughafen beenden und wurden mit Flügen in ihre Herkunftsländer zurückgewiesen. Darüber hinaus prüfen die Behörden laut Polizei weitere aufenthaltsrechtliche Maßnahmen, darunter mögliche Einreise- und Aufenthaltsverbote.
Haftbefehl bei Einreisekontrolle vollstreckt
Ebenfalls bei der Kontrolle eines Fluges aus Niš überprüften Grenzbeamte einen 47-jährigen Mann. Dabei stellte sich laut Polizei heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl wegen versuchter Erpressung vorlag. Der Mann war demnach zu einer Geldstrafe im mittleren vierstelligen Bereich verurteilt worden. Durch die sofortige Begleichung des offenen Betrags konnte er die drohende Haftstrafe abwenden und seine Einreise fortsetzen.
Messer im Handgepäck entdeckt
Zu weiteren Einsätzen kam es bei den Sicherheitskontrollen des Flughafens. Mitarbeiter der Luftsicherheit entdeckten laut Polizei bei einem 69-jährigen Deutschen und einem 67-jährigen Bulgaren jeweils ein Einhandmesser im Handgepäck. Da beide kein berechtigtes Interesse für das Mitführen der Messer nachweisen konnten, wurden die Gegenstände sichergestellt. Zudem leiteten die Beamten Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Waffen- und Luftsicherheitsgesetz ein.
(VOL.AT)