Siemens-KHBG-Betrugsskandal: Zwei weitere Verdächtige ermittelt
Ein erstes Verfahren wurde gegen Zahlung von 5000 Euro per Diversion eingestellt, während die Aufklärung der übrigen Fälle noch andauert.
Stand der Ermittlungen
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft führt Untersuchungen gegen 27 Verdächtige in einem umfangreichen Betrugsskandal. Im Dezember 2025 erging ein Vorhabensbericht gegen eine beschuldigte Person, deren Verfahren durch Diversionszahlung von 5000 Euro beendet wurde. Ein Abschluss der gesamten Ermittlungen ist jedoch nicht in Sicht.
Hauptverdächtige und Vorwürfe
Im Mittelpunkt der Anschuldigungen stehen eine frühere Führungskraft der Siemens-Niederlassung sowie ehemalige Angestellte der Bauabteilung der KHBG. Die Verdächtigen sollen ab 2013 bei Krankenhausbauprojekten gefälschte Abrechnungen angefertigt haben. Durch kreativ benannte und schwer überprüfbare Rechnungsposten sollen sie Geldmittel unrechtmäßig abgezweigt haben.
Umfang und Schadenssumme
Die Staatsanwaltschaft geht von mehreren hundert Einzeldelikten aus, was die Bearbeitung erschwert. Der entstandene Schaden bewegt sich im Millionenbereich, die genaue Höhe steht noch nicht fest. Neben der KHBG sind auch andere Vorarlberger Unternehmen von den mutmaßlichen Betrügereien betroffen.
(VOL.AT)