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Smiley-Sprayer beschmiert Bregenzer Wohnanlage: "Das ist nicht mehr zum Lachen"

Jürgen Flatz beim VOL.AT-Lokalaugenschein.
Jürgen Flatz beim VOL.AT-Lokalaugenschein. ©VOL.AT/Mayer
Mirjam Mayer (VOL.AT) mirjam.mayer@russmedia.com
An der Fassade einer Wohnanlage im Bregenzer Vorkloster prangt der berüchtigte Smiley. Er sorgt für Unmut und Kopfschütteln bei den Bewohnern.

Smiley prangt an Hausfassade

Insgesamt tauchte der Smiley bisher dreimal bei Wohnanlagen auf: In einem Privataufzug in der Innenstadt ließ er sich entfernen, in der Rheinstraße wurde er übermalt. An der Fassade einer Wohnanlage im Bregenzer Vorkloster bleibt er vorerst sichtbar.

VOL.AT traf Jürgen Flatz in der Kaisermannstraße. An der gelben Hausfassade prangt ein blauer Smiley mit X-Augen und herausgestreckter Zunge. Auch vor dieser Wohnanlage machte der Sprayer keinen Halt, ganz zum Ärger der Bewohner.

Aufgetaucht sei er bereits vor rund einem Monat, so der Bregenzer. Das Graffiti fiel ihm auf, als er mit dem Fahrrad vorbeifuhr. Flatz kennt viele der Bewohner und weiß, wie groß der Unmut in der Hausgemeinschaft ist. "Sie regen sich alle auf." Es habe Anzeige gegen Unbekannt gegeben, man könne aber nichts machen.

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Flatz beim Graffiti an der Hauswand. ©VOL.AT/Mayer

"Das ist nicht mehr zum Lachen"

Der "landbekannte Clown", wie Flatz ihn nennt, prangt an der Wand. "Clowns kenne ich von meiner Kindheit her", erzählt er. "Sie bringen Kinder und erwachsene Menschen zum Lachen. Aber das ist nicht mehr zum Lachen. Das muss irgendwer machen – entschuldige für den Ausdruck – der auf vorarlbergerisch nicht ganz dicht ist." Es bringe Unmut und Zorn, wenn so eine Schmiererei auftauche.

Zudem koste es Geld, das Graffiti zu übermalen. "Gerade in der heutigen Zeit, wo die ganzen Mietpreise steigen", meint Flatz. "Wer zahlt das? Die ganze Allgemeinheit, die Leute, die hier wohnen."

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Die Wohnanlage liegt am Radweg. ©VOL.AT/Mayer

Nachricht an den Sprayer

"Das ist kein Zeichen, das ist nichts. Du tust Menschen damit weh", gibt der Bregenzer zu verstehen. Es gebe durchaus Graffiti-Künstler, die er schätze. "Man muss nicht alle in einen Topf werfen", betont Jürgen Flatz. "Aber bitte macht das dort, wo es erlaubt ist. Wo nicht Menschen zu Schaden kommen."

Eines könnte der Sprayer zumindest tun: "Wenn du Charakter hast, dann meldest du dich wenigstens und sagst einfach Entschuldigung."

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Michaela Weil und Jürgen Flatz. Beide ärgert der Smiley. ©VOL.AT/Mayer

Es ist nicht das erste Mal, dass der Smiley auftaucht

Michaela Weil lebt in der Wohnanlage. Als sie das Graffiti sah, dachte sie: "Schon wieder." Nur wenige Meter entfernt prangte das Symbol bereits vor kurzer Zeit an der Hauswand. "Kaum war es hier übermalt, ist es da unten schon wieder."

"Das muss doch nicht sein", meint sie mit Blick auf die Schmiererei. Man könne zwar übermalen, aber das helfe nur bedingt: Man sehe die Flecken, wo es nicht mehr "original-gelb" sei, am ganzen Gebäude.

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Man sieht die Farbunterschiede dort, wo bereits Schmierereien an der Fassade übermalt und Schäden ausgebessert wurden. ©VOL.AT/Mayer

"Ich finde es einfach schlimm"

Ihre Meinung ist klar: "Ich finde es einfach schlimm. Es ist schade, weil es kostet die Mieter jedes Mal Geld, wenn sie es wieder sanieren und malen müssen", verdeutlicht die Bregenzerin. "Warum müssen wir hier zahlen, weil manche nicht imstande sind, sich bei solchen Sachen zurückzuhalten?"

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Die Schmiererei soll übermalt werden. ©VOL.AT/Mayer

"Weiß die heutige Jugend sonst nichts mehr?"

Das fragt sich die Bregenzerin. "Da sollen sie sich doch an der Achbrücke unten eine Mauer aussuchen, wo man das machen darf", so ihre Meinung. "Ich sage ja nichts, wenn solche Sachen schön sind. Wenn ich mit dem Hund spazieren gehe, da gibt es Richtung Rheinbrücke wirklich lässige Graffitis. Sie sehen cool aus, sind lässig gemacht. Wenn niemand was dagegen hat, dann sollen sie sich austoben, aber das hier ist nicht wirklich künstlerisch."

Schmiererei in zwei weiteren Wohnanlagen

So wie unten auf den Bildern sah es kürzlich bei anderen Wohnanlagen in Bregenz aus. Beide Schmiereien wurden mittlerweile wieder entfernt – übermalt oder im Fall des Aufzugs mit Reinigungsmittel weggewischt.

In der Kaiserstraße wurde der Aufzug einer Wohnanlage beschmiert. ©Leserreporter
In der Rheinstraße prangte der Smiley im Keller zur Tiefgarage. ©Leserreporter

(VOL.AT)

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