So schön ist das beste Racing-Game des Jahres!
(XBX, PC, später in 2026 auch auf PS5) Forza‑Fans mussten lange warten, aber es hat sich gelohnt: "Forza Horizon 6" verlegt das Festival nach Japan – und erfüllt damit einen der wohl größten Wünsche der Community. Statt die Serie neu zu erfinden, setzt Entwickler Playground Games auf eine Luxusversion der bekannten Horizon‑Formel: größer, schöner, dichter, mit Touge‑Rennen in den Bergen, Neon‑Nächten in Tokio und einer Open World, die vor Autokultur nur so knistert. Fans und Fachleute sind sich einig: Jetzt schon ist FH6 wohl DAS Racing-Game des Jahres. 91 Metacritic‑Punkte sprechen eine klare Sprache. Aber statt radikalem Neuanfang gibt’s ein noch stärker aufpoliertes und erweitertes Komplettpaket.
Dreh- und Angelpunkt ist wieder das Horizon Festival, diesmal in einem fiktiven Japan. Die neue Location bietet eindrucksvolle und vielfältige Kulissen, die sich auch aufs Gameplay auswirken – von engen Stadtstraßen bis zu einsamen Bergpässen. Im Mittelpunkt steht wieder das Open‑World‑Racing: Rennen, Stunts, Herausforderungen, Sammelobjekte und Story‑Events fügen sich zu einem nahtlosen Mix aus Kampagne und Sandbox. Die Serie selbst gilt seit Jahren als Arcade‑Referenz, und FH6 tritt ganz klar an, diese Position zu verteidigen – diesmal mit maximaler Liebe zur japanischen Autokultur.
Gameplay: Rasen, Sammeln, Festival bauen
Das Herzstück von "Forza Horizon 6" ist der vertraute, aber raffinierte Loop: Rennen fahren, Erfahrungspunkte und Credits kassieren, neue Autos freischalten, die Karte weiter aufdecken – und zwischendurch immer wieder an ungewöhnlichen Spots hängen bleiben. Street Races durch Tokio, Offroad‑Passagen im Umland, Time‑Attack‑Strecken, Drift‑Zonen, Blitzer-Anlagen und Sammelobjekte sorgen dafür, dass praktisch jeder Abzweig auf der Map eine Belohnung verspricht. Die Kampagne führt strukturiert durch diese Vielfalt, mit klaren Etappenzielen hin zur "Horizon Legend" und dem Endgame‑Gebiet Legend Island.
Die Steuerung bleibt bewusst niederschwellig: Mit Fahrhilfen ist FH6 auch für Gelegenheitsspielende leicht zugänglich, ohne frustige Lernkurve. Wer mehr will, schaltet ABS, Traktionskontrolle und Ideallinie ab, stellt auf manuelle Schaltung um und taucht ins Tuning ein. Das Fahrgefühl bleibt klar auf der Arcade‑Seite, vermittelt aber genug Rückmeldung, um Drifts zu meistern, Gripwechsel zu spüren und Unterschiede zwischen Fahrzeugklassen wahrzunehmen.
Was ist wirklich neu?
- Touge‑Rennen auf engen Bergpässen, inszeniert als stilvolle Nachtduelle mit maximalem Drift‑Fokus
- Ein ausgebautes Event‑Baukastensystem (CoLab), mit dem Strecken und Events überall in der Welt erstellt und geteilt werden können
- Das neue Estate‑Gebiet, in dem sich eine eigene Autobasis samt Parcours frei gestalten lässt
- Eine stärker geleitete Kampagne mit starken Story‑Beats, ohne jedoch Sandbox‑Freiheit zu opfern
Das Ergebnis: "Forza Horizon 6" fühlt sich einerseits sofort vertraut an, überrascht aber regelmäßig mit neuen Event‑Typen, besser inszenierten Höhepunkten und vielen spielerischen Seitensprüngen.
Optisch spielt FH6 klar in der Oberliga. Die fiktive Japan‑Karte verbindet dichte Großstadt‑Abschnitte mit leuchtenden Reklamen, engen Gassen und erhöhten Highways mit ländlichen Regionen, Reisterrassen und Küstenstraßen. Wetter‑ und Tageszeitenwechsel, aber auch unterschiedliche Jahreszeiten tauchen die Welt in ständig wechselndes Licht. Die Autos sind gewohnt detailverliebt modelliert, inklusive aufwendiger Lack‑ und Lichtreflexionen. Über 550 sind zu haben und nach Belieben gestalt- und einstellbar. Der riesige Fuhrpark bedient vom JDM‑Liebhaber bis zum Hypercar‑Fan praktisch alle Geschmäcker.
Der größte Kritikpunkt lautet: Formel‑Treue. Wer nach dem Sprung nach Japan eine grundlegende Neuausrichtung der Reihe erwartet hat, findet "nur" das bislang stärkste Horizon – nicht aber einen komplett neuen Ansatz. Das Live‑Service‑Gerüst mit wöchentlichen Playlists, Challenges und Belohnungen kann sich für Serienveteranen teils wie ein Déjà-vu anfühlen. Unterm Strich überwiegen dennoch deutlich die Stärken: Umfang, Inszenierung, Fahrspaß und die Qualität der Spielwelt heben FH6 klar über die Konkurrenz im Arcade‑Racing‑Bereich – und rechtfertigen den Eindruck, dass hier eines der besten Rennspiele der letzten Jahre vorliegt.
Fazit: 9,5 von 10
"Forza Horizon 6" ist die fulminante Antwort auf die Frage, wie sich die in der Vergangenheit schon sehr erfolgreiche Horizon-Formel noch einmal steigern lässt: durch das perfekte Setting, starke Verfeinerungen und eine Präsentation, die im Jahr 2026 von der Genrespitze grüßt. Wer Open-World-Racing mit zugänglichem Fahrgefühl und einem guten Schuss Simulation liebt und gern seinem Sammeltrieb nachgeht, kommt an diesem Spiel kaum vorbei. Die Freiheit in der Sandbox von FH6 ist extrem verführerisch: Immer neue Aufgaben und Überraschungen tauchen in der Horizon-Welt auf, die man ja eigentlich nicht machen müsste, aber machen will. Nur allzu oft wird aus einem letzten "kurz mal nachsehen" drei Stunden Fahrspaß.
Game-Formel: Forza Horizon 6 = Japan-Open-World x (Arcade Racing + Simulation)
Stärken
- Großartiges Japan‑Setting mit enorm detaillierter, vertikaler Open World
- Viele Event‑Typen, Touge‑Rennen und CoLab‑Editor sorgen für Abwechslung
- Spektakuläre Präsentation mit starker Grafik, Atmosphäre und Soundkulisse
- Riesiger Fuhrpark
- Sehr zugängliches Fahrmodell, ideal für Gelegenheitsspielende und Profis
Schwächen
- Stark formel‑treu
- Für Serienkenner teils "Horizon 5 in besser" statt echter Neustart
(Red.)