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So viel geben Vorarlberger für Nachhilfe aus

Rund 10.000 der 48.000 Schüler in Vorarlberg bekamen im laufenden Schuljahr eine bezahlte oder unbezahlte Nachhilfe. Schon fast jeder sechste Volksschüler braucht Nachhilfe.

Zwölf Prozent der Schüler wird die Nachhilfe von der Schule nahegelegt. Auch wenn insgesamt die Kosten für bezahlte Nachhilfe sinken, der Bedarf hat zugenommen. Pünktlich vor den großen Ferien legt das Institut für empirische Sozialforschung (IFES) die große Nachhilfestudie im Auftrag der AK vor.

3,9 Millionen Euro

Die Gesamtbelastung für Nachhilfe beläuft sich für Vorarlbergs Haushalte auf 3,9 Millionen Euro, verringert sich also gegenüber 2017 um 15 Prozent. Beim Leiter des AK-Bildungsbereichs, Gerhard Ouschan, hält sich die Freude des Rückgangs angesichts der Tatsache, dass der tatsächliche Bedarf für Nachhilfe nicht gesunken ist, in Grenzen. „Insbesondere die Verdoppelung der Nachhilfe in der Volksschule bereitet uns Kopfzerbrechen.“ „Nicht nur, dass 15 Prozent der Volksschüler Nachhilfe nehmen müssen, 11 Prozent der Volksschüler erhalten diese Empfehlung direkt von der Schule.“ Ouschan versteht nicht, dass Eltern bereits in der Volksschule für den Schulerfolg ihrer Kinder neben den Steuerabgaben auch noch zusätzlich investieren müssen.

Besonders hervorzuheben ist, dass externe Nachhilfe vor allem jene Eltern für ihre Kinder benötigen, die selbst keinen hohen Schulabschluss haben und sich damit auch schwerer tun, den Kindern in schulischen Belangen zur Seite zu stehen. „Das ist zugleich auch jene Gruppe von Eltern, die für externe Nachhilfe nicht sehr große finanzielle Ressourcen zur Verfügung hat“, so Ouschan.

(Red.)

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