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Sophia Burtscher startet als TV-Star durch

Die Bregenzer Schauspielerin kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Sophia Mercedes Burtscher, 1990 in Bregenz geboren, studierte ab 2008 Theater-, Film- und Medienwissenschaften in Wien, bevor sie das Schauspielstudium am Mozarteum in Salzburg absolvierte. Bereits während des Studiums war sie in verschiedenen Theaterproduktionen tätig, unter anderem an der Jungen Burg am Burgtheater. Von 2016 bis 2022 war sie festes Ensemblemitglied am Schauspiel Köln, für ihre Darstellungen in „Medea, Die Räuber“ und „Wonderland Ave.“ war sie mehrfach als beste Nachwuchsschauspielerin nominiert.

Positive Resonanz

In diesem Jahr stieß die Vorarlbergerin vor allem dank ihrer Hauptrolle bei der hochgelobten Netflix-Serie „King of Stonks“ in die erste Liga der deutschsprachigen Schauspieler vor. Die Resonanz auf ihre Leistung war so positiv, dass ihre Rolle – sollte es eine 2. Staffel geben – weiter ausgebaut und Burtscher zur Antagonistin der beiden CEOs wird. Im Spätsommer 2022 drehte die junge Schauspielerin für die ARD in ihrer neuen Lieblingsstadt Rom „Die Diplomatin“. Der Film wird im kommenden Jahr ausgestrahlt, ein Folgeprojekt steht möglicherweise für den Frühsommer auf dem Terminkalender der bildhübschen Bregenzerin.

Viel Aufsehen

Fixiert ist der Soloabend mit dem Titel „Ich bin alles“, der am 24. Februar am Volkstheater in Wien Premiere feiern wird. Darin wird die Geschichte der in den 90er-Jahren mächtigsten Drogendealerin Wiens auf die Bühne gebracht. Der erfolgreiche SWR2-Podcast „Shit Happens – Erinnerungen einer Groß­dealerin“, in der die Protagonistin ihre eigene Geschichte erzählt, sorgte bereits für viel Aufsehen. Der Abend gibt tiefe Einblicke in die Wiener Unterwelt und die psychischen Abgründe von Menschen, die sich nicht an ein gesellschaftliches Normsystem anpassen wollen oder können. Gemeinsam mit der Musikerin Pollyester wird Sophia Burtscher den ganzen März hindurch die Produktion auf die Bühne bringen. Aufgrund der Fülle ihres schauspielerischen Engagements musste die vielseitige Künstlerin ihr Musikprojekt „Trope Ashes“ aussetzen, allerdings plant sie mit Musiker-Freunden ein neues Projekt in Berlin.

Überhaupt freut sich Sophia im neuen Jahr auf ihre neue Heimatstadt Berlin, auf das Leben und die Menschen, die sie kennt und noch kennenlernen wird. Nach sechs Jahren Festengagement in Köln genießt sie nun die Freiheit und die Umtriebigkeit, das Kulturangebot, die Möglichkeit, jeden Abend Theater oder Musik zu erleben, sowie die Kreativität der internationalen Community einer Weltstadt. Wenn es zeitlich klappt, wird sie auch auf der einen oder anderen Bühne selbst zu bewundern sein.

Besondere Pläne

Und was ist sonst noch für 2023 geplant? „Ich freue mich wie immer auf Reisen – meist spontan und intuitiv, aber gerne auch mal länger. So war ich beispielsweise noch nie in Asien und Subsahara-Afrika. Zudem möchte ich wieder mehr lesen als dieses Jahr, eventuell auch schreiben. Diesen Herbst hatte ich in der Camargue in Südfrankreich eine Idee für einen Film, den ich irgendwann, wenn ich die Zeit und die nötige Disziplin dafür habe, gerne in ein Drehbuch verwandeln würde. Letzten Endes ist das ­Schreiben ein weiteres Ventil, durch das man die Welt erkunden kann. In meinen Songtexten mache ich das vielleicht bereits auf poetischere Art und Weise. Beruflich wünsche ich mir Herausforderungen, psychisch komplexe Rollen, vielleicht auch eine Komödie. Mehr Musik. Mehr Literatur auf der Bühne, die ich liebe“, so die Schauspielerin mit Blick auf das kommende Jahr.

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