Die Baustelle rund um das Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen wirkt sich heuer deutlich auf das Seehasenfest aus.
Eigentlich hätte der Bereich rund um das Graf-Zeppelin-Haus (GZH) rechtzeitig vor dem Seehasenfest wieder frei sein sollen. Doch eine Panne bei den Bohrarbeiten für eine neue Seethermie-Leitung sorgt für Verzögerungen.
Beim ersten Bohrversuch blieb der Spezialbohrer nach rund 500 Metern im Seegrund stecken und brach beim Zurückziehen. Der Bohrkanal musste aufgegeben werden, mittlerweile läuft eine zweite, seitlich versetzte Bohrung. Nach Angaben der Stadt sind dabei bereits rund 600 der insgesamt 800 Meter geschafft.
Mehrere Programmpunkte betroffen
Die verlängerte Baustelle hat direkte Auswirkungen auf das Seehasenfest vom 16. bis 20. Juli. Weil die Zufahrt zum Festgelände durch Baustelle und Absperrungen eingeschränkt ist, erfolgt die An- und Abfahrt für Lieferfahrzeuge ausschließlich über das Antonius-Eck.
Auch Besucher müssen auf beliebte Attraktionen verzichten: Am Platz beim Yachthafen wird heuer kein Fahrgeschäft aufgebaut. Zudem entfallen der traditionelle Duathlon sowie das Tretbootrennen der Schülerinnen und Schüler, die üblicherweise am Seehasenmontag vor dem Graf-Zeppelin-Haus stattfinden.
Seezugang bleibt weiterhin gesperrt
Auch Badegäste müssen sich noch gedulden. Der beliebte kostenlose Seezugang beim GZH bleibt vorerst geschlossen. Ursprünglich war eine Freigabe bereits im Juni vorgesehen. Nun will die Stadt in den kommenden Wochen bekannt geben, wann der Bereich wieder geöffnet werden kann. Zuletzt war von einer Freigabe Anfang August die Rede.
Veranstaltungen finden dennoch statt
Trotz der Bauarbeiten können alle Veranstaltungen entlang der Uferpromenade sowie im Graf-Zeppelin-Haus selbst wie geplant durchgeführt werden.
Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes soll inzwischen erst Ende März 2027 abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten von rund 33 Millionen Euro bleiben laut Stadt unverändert, da geologische Risiken bereits in der Planung berücksichtigt worden seien.
Mit der neuen Seethermie-Anlage soll künftig Bodenseewasser genutzt werden, um das Graf-Zeppelin-Haus umweltfreundlich zu heizen und im Sommer zu kühlen.
(VOL.AT)