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Sponsoren-Zoff beim Hypomeeting: Was dahinter steckt

©Rainer, Stiplovsek, Steurer
"Bringt-nichts-Sager" sorgt weiter für Wirbel. Dicke Luft zwischen Hypomeeting und ehemaligem Partner Vorarlberg Tourismus.

Die Aussagen von Walter Weber bei der Pressekonferenz im Vorfeld des 51. Hypomeetings in Götzis lassen weiter die Wogen hochgehen. Wie VOL.AT berichtete, sprach der Finanzchef des Großevents teils emotional über den Ausstieg eines treuen Unterstützers. Mittlerweile ist bestätigt, dass es sich dabei mit Vorarlberg Tourismus um ein landeseigenes Unternehmen handelt.

Finanzchef Walter Weber lebt für das Hypomeeting Götzis. ©Steurer

Wortmarke erweitert

Die Zusammenarbeit habe "auf alle Fälle bis 2002" zurückgereicht. Ursprünglich seien Übernachtungskosten für internationale Journalisten übernommen worden. Später sei daraus ein pauschaler Zuschuss geworden, der nach Angaben Webers weiterhin zweckgebunden für Nächtigungskosten verwendet worden sei.

Besonders intensiv sei die Zusammenarbeit laut Weber ab 2015 geworden. Auf Wunsch von Vorarlberg Tourismus sei damals auch die Wortmarke des Meetings erweitert worden. "Seither heißen wir ‚Hypomeeting Götzis/Vorarlberg‘", erklärt Weber. Der Zusatz werde bis heute auf Werbeträgern, der Homepage sowie auf der Kleidung des Organisationskomitees verwendet. "Daran wird sich auch aus Rücksicht auf das Land Vorarlberg nichts ändern", stellt Weber klar.

Mit der Erweiterung der Wortmarke sei laut Weber auch ein zusätzlicher Zuschuss vereinbart worden. Aus Sicht des Hypomeetings sei die Zusammenarbeit langfristig angelegt gewesen. "Das hat wunderbar funktioniert", sagt Weber. Die Beiträge seien über die Jahre nur geringfügig angepasst worden, obwohl die Kooperation intensiver geworden sei.

Für Irritation sorgt aus Sicht des Organisationskomitees vor allem die Art der Beendigung. Besonders kritisch sieht Weber die Aussage, das Engagement "bringe nichts", die im Zuge der Gespräche gefallen sein soll.

Das Mehrkampfmeeting in Götzis erfreut sich seit Jahren enormer Beliebtheit. ©Stiplovsek

"Dann darf man sich schon die Frage stellen: Warum bringt es nichts?", sagte Weber. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer hinter dem Meeting. Weber sprach zudem von einer "ein klein wenig beleidigenden" Wortwahl.

Mehrjährige Vereinbarungen angestrebt

Kritisch sieht Weber vor allem die fehlende Planungssicherheit. Das Hypomeeting arbeite langfristig, viele Athleten würden ihre Planung in olympischen Vierjahreszyklen ausrichten. Deshalb bemühe sich das Organisationskomitee um mehrjährige Vereinbarungen mit Partnern.

"Wenn jemand aussteigt, wäre es wichtig, das frühzeitig zu wissen", sagte Weber. Nach dem Meeting seien große Teile der Planung für das Folgejahr bereits abgeschlossen, Starterfelder fixiert und Einladungen verschickt. Kurzfristige Änderungen würden die Suche nach Ersatzpartnern deutlich erschweren.

Vorarlberg-Tourismus-Geschäftsführer Christian Schützinger ©Petra Rainer

Vorarlberg-Tourismus-Geschäftsführer Christian Schützinger lehnte eine Anfrage von VOL.AT für ein persönliches Gespräch ab. Stattdessen übermittelte das Landesunternehmen eine schriftliche Stellungnahme. Darin hält das Unternehmen fest, dass bis einschließlich 2025 eine "Kommunikationskooperation" mit dem Hypomeeting bestanden habe. Der Schwerpunkt habe auf der internationalen Medienarbeit gelegen, unter anderem bei Übernachtungskosten für Journalistenaufenthalte.

Im Zuge der Budgetierung für 2026 habe Vorarlberg Tourismus mehrere Kommunikationsvereinbarungen aus finanziellen Gründen beendet. Künftig wolle man sich verstärkt auf landesweit stattfindende Formate und Veranstaltungen konzentrieren. Gleichzeitig hält Vorarlberg Tourismus fest, dass man sich der internationalen Bedeutung der Veranstaltung "sehr wohl bewusst" sei. Der finanzielle Beitrag sei "ein minimaler Teil der kolportierten Summen" gewesen.

Zur umstrittenen "Bringt-nichts-Sager" heißt es in der Stellungnahme: "Wir werden das Missverständnis (Wertschätzung, ‚bringt nichts‘) und etwaige Fragen direkt mit unserem Partner klären und nicht über die Medien diskutieren." Weitere öffentliche Stellungnahmen werde es dazu nicht geben.

(VOL.AT)

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