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Spritpreise steigen: So sparen Autofahrer beim Kraftstoffverbrauch

Sprit sparen? Mit diesen Tipps sind bis zu 23 % drin.
Sprit sparen? Mit diesen Tipps sind bis zu 23 % drin. ©NEUE/HARTINGER
Wer langsamer fährt und vorausschauend lenkt, kann laut VCÖ bis zu 20 Prozent Treibstoff sparen. ÖAMTC und ARBÖ geben konkrete Tipps – von der richtigen Geschwindigkeit bis zum Reifendruck.

Wer derzeit an der Zapfsäule steht, merkt schnell: Jeder Liter zählt. Die Autofahrerklubs ÖAMTC und ARBÖ sowie der Verkehrsklub Österreich (VCÖ) zeigen auf, wie sich der Verbrauch von Benzin und Diesel deutlich senken lässt – oft ohne großen Aufwand, aber mit spürbarer Wirkung im Geldbörsel.

Tempo runter, Ersparnis rauf

Der wohl wirksamste Hebel ist der Fahrstil. Laut VCÖ kann eine spritsparende Fahrweise den Verbrauch um 15 bis 20 Prozent reduzieren. Besonders deutlich wird das auf der Autobahn: Wer statt 130 km/h nur 110 km/h fährt, senkt den Verbrauch im Schnitt um rund 16 Prozent, so der VCÖ unter Berufung auf Daten des Umweltbundesamtes. Bei konstant 100 km/h sind laut diesen Berechnungen sogar Einsparungen von bis zu 23 Prozent möglich.

Weniger Tempo bedeutet dabei nicht nur weniger Verbrauch, sondern oft auch ein entspannteres Fahren – ein Aspekt, der gerade auf langen Strecken nicht zu unterschätzen ist.

Beschleunigen kostet am meisten

Der größte Spritfresser ist das Beschleunigen. Wer stark aufs Gas steigt und abrupt abbremst, verbraucht deutlich mehr Treibstoff. Vorausschauendes Fahren zahlt sich daher doppelt aus: frühzeitig vom Gas gehen, den Verkehrsfluss beobachten und unnötige Bremsmanöver vermeiden.

Auch die Motordrehzahl spielt eine Rolle. Niedrigtouriges Fahren spart Sprit, hohe Drehzahlen treiben den Verbrauch nach oben. Die Empfehlung der Klubs: möglichst früh in den nächsthöheren Gang schalten und generell im höchstmöglichen Gang unterwegs sein – ohne den Motor zu überfordern.

Ein Tempomat kann helfen, die Geschwindigkeit konstant zu halten. Auf hügeligen oder bergigen Strecken sollte er jedoch besser deaktiviert werden, da er dort oft unnötig stark beschleunigt und damit zusätzlichen Kraftstoff verbraucht.

Rollphasen clever nutzen

Ein oft unterschätztes Sparpotenzial liegt in sogenannten Rollphasen. Im Schubbetrieb – also wenn das Fahrzeug ohne Gas rollt – wird kein Kraftstoff eingespritzt. Je höher der Gang, desto länger kann das Auto rollen.

Auf Freilandstraßen empfiehlt der ÖAMTC, bereits rund 500 Meter vor einer Ortstafel den Fuß vom Gas zu nehmen. So lässt sich die erlaubte Geschwindigkeit im Ortsgebiet oft ohne zusätzliches Bremsen erreichen. Auch vor roten Ampeln können Rollphasen sinnvoll sein – allerdings ohne andere Verkehrsteilnehmer zu behindern.

Kurzstrecken vermeiden

Gerade im Alltag werden viele Wege nur über wenige Kilometer zurückgelegt. Das Problem: Erst nach etwa vier Kilometern erreicht der Motor seine optimale Betriebstemperatur. Davor ist der Verbrauch deutlich höher. Wer Kurzstrecken vermeidet oder mehrere Erledigungen bündelt, spart langfristig Treibstoff – und schont zugleich den Motor.

Technik und Gewicht im Blick behalten

Nicht nur der Fahrstil, auch der Zustand des Fahrzeugs beeinflusst den Verbrauch. Ein häufiger Fehler ist zu niedriger Reifendruck. Reifen, die nicht dem vom Hersteller empfohlenen Druck entsprechen, können den Verbrauch laut Experten um bis zu fünf Prozent pro 100 Kilometer erhöhen.

Auch Luftwiderstand und Gewicht spielen eine Rolle. Dachgepäckträger sollten abmontiert werden, wenn sie nicht gebraucht werden. Klimaanlage, Heckscheiben- oder Sitzheizung zählen ebenfalls zu den "Spritfressern" – hier lohnt es sich, bewusst einzusetzen, statt dauerhaft laufen zu lassen.

Ein Blick in den Kofferraum zeigt zudem oft unnötigen Ballast: Schneeketten im Hochsommer oder Liegestühle im Winter erhöhen das Fahrzeuggewicht – und damit den Verbrauch. Wer regelmäßig entrümpelt, fährt leichter. Und günstiger.

Am Ende gilt: Viele kleine Maßnahmen ergeben in Summe eine spürbare Ersparnis. Und wer bewusst fährt, spart nicht nur Geld, sondern reduziert auch Emissionen – ein Gewinn für alle.

(VOL.AT)

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