In einer Pressekonferenz präsentierte ÖVP-Klubobmann Roland Frühstück die Arbeitsschwerpunkte des Landtagsklubs für die kommenden Monate. „Ein zentraler Angelpunkt wird dabei die Landtags-Enquete im Frühjahr 2019 sein, die unter dem Motto: „Wie schaut die Vorarlberger Arbeitswelt von morgen aus? Wie viele Fachkräfte braucht unsere Wirtschaft?“ stehen wird“, berichtete Frühstück.
„Es ist eigentlich beschämend, wenn eine Regierungsfraktion kein anderes Rezept zur Bekämpfung des Facharbeitermangels hat, als den Rechtsstaat in Frage zu stellen, in dem wiederholt gefordert wird, illegale Asylwerber im Lande zu halten“, antwortet daruf der Klubchef der FPÖ in Vorarlberg, Daniel Allgäuer.
Dynamik aufrecht erhalten
Die aktuelle Dynamik am Vorarlberger Arbeitsmarkt wird von Roland Frühstück sehr positiv bewertet. Diese Dynamik gelte es aber für die kommenden Jahre aufrecht zu erhalten, damit jenes Wohlstandsniveau, das wir derzeit in Vorarlberg genießen, auch weiterhin möglich ist. Roland Frühstück: „Wenn es uns weiterhin so gut gehen soll, dann brauchen wir Fachkräfte, die diesen Wohlstand absichern!“
„Anstatt sich hinter sinnvolle Pläne der türkis-blauen Bundesregierung, wie die Regionalisierung der Mangelberufsliste, die Schaffung neuer Berufsbilder im Bereich der Lehre oder die ohnehin angekündigte Entbürokratisierung im Bereich der Rot-Weiß-Rot-Karte zu stellen und damit zukunftsorientiert zu denken, wird mit aller Gewalt versucht, an einem Zustand, der dem Rechtsstaat widerspricht, festzuhalten“, ktitisiert Allgäuer die Haltung der Vorarlberger Volkspartei.
Schlüssel wirtschaftlicher Erfolge
Von zentraler Bedeutung sei laut ÖVP-Klubobmann Frühstück die Verfügbarkeit von Fachkräften auf allen Qualifikationsebenen. Die Basis dafür ist eine gute innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung. Besonders wichtig sei eine möglichst große Zahl an Ausbildungsbetrieben und die Qualität der Lehrinhalte. In diesem Zusammenhang müsse auch die Durchlässigkeit der Systeme Schule und Lehre noch einmal auf den Prüfstand kommen.
Für die Rekrutierung von Spitzenkräften werden die Rahmenbedingungen einer modernen Arbeitswelt immer wichtiger. Vor allem dann, wenn es um die Entscheidung geht, ob sie sich für Vorarlberg oder eine der boomenden Metropolen Europas oder Asiens entscheiden, müssten gute Argumente für Vorarlberg vorliegen „Klar ist, dass das Thema Lebensqualität eine immer größere Rolle bei dieser Entscheidung spielt. Intakte Lebens- und Erholungsräume, eine gute Infrastruktur etwa in der Kinderbetreuung sowie die gute Anbindung an die europäischen Zentren sind da von evidenter Bedeutung“, so Frühstück.
Deshalb werde er auch auf Bundesebene weiterhin darauf drängen, dass die Fachkräfte im Land optimale Ausbildungsmöglichkeiten vorfinden und dass in Bereichen, in denen keine Arbeitskräfte am Arbeitsmarkt zu finden sind, auch Asylwerber die Chance erhalten, eine Ausbildung zu machen und via Rot-Weiß-Rot-Card als Fachkräfte in Österreich leben und arbeiten können.
„Ich wünsche mir da eine Lösung mit Hausverstand. Es kann nicht sein, dass wir junge ausbildungswillige Menschen mit Steuergeldern nach Afghanistan zurückschicken, um sie dann mit der Rot-Weiß-Rot-Card wieder ins Land holen!“ so Frühstück abschließend.
Genug zu tun
FPÖ-Klubobmann Daniel Allgäuer hätte sich von einer Regierungsfraktion “wahrlich mehr konstruktive Vorschläge unter dem Schlagwort ‚Arbeitswelt der Zukunft‘ erwartet.” Für die Freiheitlichen gebe es zu dieser Thematik im Land genug zu tun. “Das beginnt mit der Erarbeitung eines dringend zu erstellenden Maßnahmenkataloges im Bereich der ‘Digitalen Agenda’, die ja derzeit nur ein Grundsatzpapier ist, bis hin zur Etablierung Vorarlbergs als ‘Land der Meister'”, setzt Allgäuer seine Schwerpunkte.
(red)