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Studie zeigt: Vitamin D könnte Rolle bei Alzheimer-Risiko spielen

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Eine internationale Studie zeigt: Ein höherer Vitamin-D-Spiegel im mittleren Lebensalter könnte mit weniger Alzheimer-typischen Veränderungen im Gehirn zusammenhängen. Das berichten Forschende aus Irland und den USA.

Zusammenhang mit Veränderungen im Gehirn

Vitamin D gilt seit Langem als wichtig für Knochen und Immunsystem. Eine aktuelle Untersuchung deutet nun darauf hin, dass das Vitamin auch für die Gehirngesundheit eine Rolle spielen könnte.

Forschende der Universität Galway und der Boston University begleiteten laut der Fachzeitschrift "Neurology Open Access" 793 Personen über einen Zeitraum von rund 16 Jahren. Zu Beginn lag das Durchschnittsalter bei etwa 39 Jahren, Demenzerkrankungen waren zu diesem Zeitpunkt nicht vorhanden.

Zunächst wurde der Vitamin-D-Spiegel im Blut bestimmt. Jahre später untersuchten die Wissenschafter mittels Hirnscans sogenannte Alzheimer-Marker – insbesondere die Eiweiße Tau und Amyloid-Beta.

Weniger Tau-Ablagerungen bei höherem Vitamin-D-Spiegel

Das Ergebnis: Teilnehmende mit höheren Vitamin-D-Werten in der Lebensmitte wiesen später weniger Tau-Ablagerungen im Gehirn auf. Diese traten vor allem in Regionen auf, die bei Alzheimer früh betroffen sind. Ein Zusammenhang mit Amyloid-Beta konnte hingegen nicht festgestellt werden. Auch nach Berücksichtigung anderer Faktoren wie Alter, Blutdruck oder Rauchverhalten blieb das Ergebnis stabil.

Tau-Proteine sind grundsätzlich Bestandteil von Nervenzellen, können sich bei krankhaften Veränderungen jedoch im Gehirn ablagern und die Funktion der Zellen beeinträchtigen – oft lange bevor erste Symptome auftreten.

Ansatzpunkt für Prävention?

"Das mittlere Lebensalter ist eine Zeit, in der die Modifizierung von Risikofaktoren eine größere Wirkung haben kann", wird Hauptautor Martin Mulligan in der Studie zitiert. Auch Studienleiterin Emer McGrath sieht Potenzial: "Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel im mittleren Lebensalter könnte ein Ansatzpunkt sein, um das Risiko früher Veränderungen im Gehirn zu verringern."

Warum genau Vitamin D diesen Einfluss haben könnte, ist noch nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden unter anderem entzündungshemmende Effekte sowie ein Schutz vor oxidativem Stress.

Weitere Forschung notwendig

Die Studienautorinnen und -autoren betonen, dass sich aus den Ergebnissen noch keine direkten Empfehlungen ableiten lassen. So wurde der Vitamin-D-Spiegel nur einmal gemessen, und auch Lebensstilfaktoren könnten eine Rolle spielen. Ob die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten tatsächlich das Risiko für Demenz senken kann, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

(VOL.AT)

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