Suche nach "Großkatze" in deutschem Bundesland Sachsen-Anhalt
Zuvor hatte es in den sozialen Netzwerken ein Video gegeben, das das Tier zeigen soll. Man sei sehr sicher, dass es sich bei den Aufnahmen nicht um eine Fälschung handle, betonte die Sprecherin des Saalekreises.
Warnung an Bevölkerung
Die Bevölkerung wurde aufgerufen, sich keinesfalls dem noch nicht näher identifizierbaren Tier zu nähern oder sich in Wiesen und Wäldern aufzuhalten. Der Geiseltalsee ist ein gefluteter Braunkohletagebau und einer der größten künstlichen Seen in Deutschland. Einen Zoo gibt es in unmittelbarer Nähe nicht.
"Es könnte eine Großkatze, ein Raubtier sein"
Bei dem auf einem Video erfassten Tier ist nach wie vor unklar, um welche Art es sich handelt. "Leider ist das Videomaterial so schlecht, dass eine schlüssige Auswertung nicht möglich ist", sagte der Sprecher des Bergzoos Halle (Saale), Tom Bernheim. Der Zoo habe, wie andere Einrichtungen ebenfalls, das Videomaterial gesichtet. "Vom Videomaterial kann man höchsten sagen, es könnte eine Großkatze, ein Raubtier sein." Jede andere Aussage wäre unseriös. Der Zoo stehe mit den zuständigen Behörden im Saalekreis in Kontakt.
Per Warn-App über Sichtung informiert
Die Aufnahmen seien aus großer Entfernung aufgenommen. In den sozialen Netzwerken war ein Video aufgetaucht, das ein größeres Tier in der Nähe des Geiseltalsees im Süden von Sachsen-Anhalt zeigen soll. Der Saalekreis hatte daraufhin am Montagabend die Bevölkerung per Warn-App über die Sichtung einer Großkatze informiert.
Jetzt werden auch Drohnen eingesetzt
Bei der Suche nach einer möglichen Raubkatze auch Drohen eingesetzt. Das sagte die zuständige Referentin des Saalekreises, Sabine Faulstich. "Mit 80-prozentiger Sicherheit handelt es sich um einen Puma." Es seien drei Teams mit Drohnen in dem Gebiet unterwegs.
Sollte das Tier gesichtet werden, soll ein Experte das Tier betäuben. Anschließend soll es zu einem Zoo gebracht werden.
(APA/dpa)