Suche nach vermisstem Pkw-Lenker im Stausee Kops
Update, Freitag 20 Uhr: Die Suche wird auch in der Nacht weitergeführt. Am Samstagmorgen soll außerdem ein Spezialgerät der illwerke vkw zum Einsatz kommen, das den Seegrund bildlich darstellen kann.
Update Freitag, 15.40 Uhr: Auf VOL.AT-Nachfrage erklärte der Landesverband der Wasserrettung Tirol: "Sollte man das Wrack orten, werden wir die Bergung in Angriff nehmen." Wie lange das dauert, könne derzeit nicht abgeschätzt werden. "Der See ist aktuell sichtmäßig gegen null, das heißt, Taucher, Unterwasserroboter und Kamera finden aktuell nichts. Man hat ein paar Autoteile gefunden, wo das Auto hineingefahren ist – das Auto selbst nicht. Die Suche geht vorerst weiter, bis wir wissen, wo das Wrack ist."
Am 2. Oktober 2025, gegen 20:00 Uhr, ereignete sich im Bereich des Stausees Kops in Partenen ein schwerer Verkehrsunfall. Ein 72-jähriger Jäger aus Vorarlberg fuhr mit seinem Pkw über die Kopserstraße in Richtung Staumauer des Kopsstausee, um in weiterer Folge über diese zu seiner Jagdhütte zu gelangen. Dazu öffnete er mittels Schlüssel die abgeschrankte Straße, welche direkt über die Staumauer verläuft. Unmittelbar nach der Überfahrt der Staumauer kam er aus bislang unbekannter Ursache von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug stürzte über eine steile Böschung und versank in weiterer Folge im Stausee.
Ein weiterer nachkommender Jäger bemerkte wenige Minuten später das Scheinwerferlicht im Wasser und verständigte umgehend die Einsatzkräfte.
Zahlreiche Einsatzkräfte suchen nach Pkw und Lenker
Seitdem werden umfassende Suchmaßnahmen durchgeführt. Im Einsatz standen zahlreiche Einsatzkräfte, unter anderem die Feuerwehren Galtür, Partenen, Landeck und Rietz, die Betriebsfeuerwehr der Illwerke sowie die Berufsfeuerwehr Innsbruck mit Spezialtauchern und Telekran. Unterstützung erfolgte durch mehrere Einheiten der Wasserrettung, das Rote Kreuz und das Kriseninterventionsteam.
Die Suchmaßnahmen mussten nachts vorübergehend eingestellt werden und werden am Freitagvormittag fortgesetzt, das bestätigte die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle auf VOL.AT-Nachfrage.
Tauchroboter im Einsatz
Die Arbeiten gestalten sich aufgrund einer Sichtweite von lediglich wenigen Zentimetern sowie der niedrigen Wassertemperaturen äußerst schwierig. Ein Tauchroboter ist bei der Suche im Einsatz. Bislang konnten weder das Fahrzeug noch der Lenker lokalisiert werden.
(VOL.AT)