"Tatort"-Schauspielerin stirbt mit 74 Jahren
Lange Karriere auf Bühne und Bildschirm
Swetlana Schönfeld war über Jahrzehnte eine feste Größe der deutschen Theater- und Filmszene. Wie ihre Schauspielagentur Windhuis unter Berufung auf die Familie mitteilte, starb die Schauspielerin bereits am 17. Mai in Berlin. Die Beisetzung soll im engen Familienkreis stattfinden.
Bekannt war Schönfeld unter anderem durch ihre Auftritte im "Tatort". Von 2008 bis 2012 spielte sie im "Leipziger Tatort" die Mutter der Kommissarin Eva Saalfeld. Darüber hinaus war sie in zahlreichen Fernsehproduktionen wie "Soko Wismar", "Bettys Diagnose", "Rentnercops", "Das Institut – Oase des Scheiterns" und "Frau Jordan stellt gleich" zu sehen.
Engagement an renommierten Bühnen
Neben ihrer Fernseharbeit stand Schönfeld viele Jahre auf bedeutenden deutschsprachigen Bühnen. Sie war Ensemblemitglied am Maxim-Gorki-Theater und am Berliner Ensemble. Außerdem spielte sie unter anderem am Deutschen Theater, an der Berliner Schaubühne, bei den Salzburger Festspielen sowie bei der Ruhrtriennale.
Im Lauf ihrer Karriere arbeitete sie mit bekannten Regisseuren wie Thomas Langhoff, Luc Bondy, Andrea Breth und Claus Peymann zusammen.
Karriere begann in der DDR
Ihre Film- und Fernsehlaufbahn begann Schönfeld bei der DEFA in der damaligen DDR. Bereits 1977 wurde sie mit dem Ernst-Zinna-Preis als beste Schauspielerin ausgezeichnet.
Auch im Kino war sie regelmäßig präsent. Zu ihren Filmprojekten zählen unter anderem "Die letzten Millionen", "Vorsicht vor Leuten", "Vier gegen die Bank" sowie "Mit der Faust in die Welt schlagen". Beim Film "Und der Zukunft zugewandt" diente ihre Familiengeschichte als Grundlage für das Drehbuch.
(VOL.AT)