Telefonbetrug mit Fernzugriff: Polizei warnt vor neuer Masche
Betrüger geben sich als Polizisten oder Bankangestellte aus
Aktuell warnt die Kantonspolizei St. Gallen vor einer Betrugsmasche, bei der Geschädigte den Tätern einen Fernzugriff auf ihren Computer ermöglichen. Dabei geben die Anrufer vor, es gebe Sicherheitsprobleme mit Bankkonten, Versicherungsdaten oder dem Computer der betroffenen Person.
Aktuell vermehrt Fernzugriffs-Betrug
Um diese angeblichen Probleme zu beheben, fordern die Täter dazu auf, Fernzugriffsprogramme wie AnyDesk oder TeamViewer zu installieren. Nach der Freigabe übernehmen sie den Computer, manipulieren Online-Banking-Vorgänge oder greifen persönliche Daten ab.
Installation von Programmen wie AnyDesk oder TeamViewer
In mehreren Fällen kam es dadurch in der Schweiz zu hohen finanziellen Schäden. Teilweise wurden Konten vollständig leergeräumt, ohne dass die Betroffenen den Betrug sofort bemerkten.
Hohe Vermögensschäden in mehreren Fällen
Die Kantonspolizei St. Gallen betont, dass weder Banken noch Behörden oder die Polizei jemals Fernzugriff auf Computer verlangen oder nach Passwörtern, Codes oder anderen vertraulichen Daten fragen. Auch würden diese Stellen niemanden auffordern, Bargeld oder Wertgegenstände zu übergeben.
Polizei warnt vor Herausgabe sensibler Daten
Bei unerwarteten oder verdächtigen Anrufen rät die Polizei, das Gespräch sofort zu beenden und die angebliche Institution über eine offiziell bekannte Telefonnummer selbst zu kontaktieren. Besonders wichtig sei es, ältere Menschen über diese Betrugsformen aufzuklären.
Verdächtige Anrufe sofort beenden
Im vergangenen Jahr wurden auf einer eigens eingerichteten Website der Kantonspolizei St. Gallen mehr als tausend telefonische Betrugsversuche gemeldet. In rund 20 Fällen waren die Täter erfolgreich und verursachten einen Vermögensschaden.
(VOL.AT)