Die Telefonseelsorge in Vorarlberg hat im Moment alle Hände voll zu tun. Bis zu 14.000 Gespräche wurden im Jahr 2017 von den ehrenamtlichen Mitarbeitern geführt. Die Gründe anzurufen sind dabei sehr verschieden. Insgesamt lässt sich sagen, dass im vergangenen Jahr die Krisenanrufe ein wenig zurückgegangen sind, dies lässt sich laut Gröfler auf die Entlastung am Arbeitsmarkt zurückführen.
Heiliger Abend
Die Telefonseelsorge Vorarlberg ist 24 Stunden am Tag erreichbar, also auch am Heiligen Abend. Neben 81 aktiven ehrenamtlichen Mitarbeitern sind seit Oktober auch 16 Auszubildende im Einsatz. “Der Ablauf ist immer ganz unterschiedlich. Manchmal kommen Krisen daher, sehr oft aber auch Dankesworte”, erklärt Sepp Gröfler, Leiter der Telefonseelsorge Vorarlberg.
Ganzes Jahr viele Anrufe
Von Jahr zu Jahr ist der Andrang auf die Telefonseelsorge ganz unterschiedlich. Es gibt viele Themen, welche dem Team immer wieder zusetzen. “Vor allem Ängste, psychische Belastungen und Einsamkeit drücken die Stimmung sehr.” Umso wichtiger ist die Aufarbeitung der Themen innerhalb der Gruppe. Nur so sind die Mitarbeiter der Telefonseelsorge immer wieder aufs Neue für die Anliegen der Vorarlberger gerüstet.
Alte Konflikte brechen aus
“Wenn man sich schon das ganze Jahr einsam fühlt, wird das Gefühl vor Weihnachten natürlich noch stärker.” So kann es sein, dass genau in der Weihnachtszeit alte Familienkonflikte herausbrechen. Hier rät der Leiter der Telefonseelsorge diese Konflikte nicht unter dem Weihnachtsbaum zu klären. Diese Personen sollten besser mit einer neutralen Person sprechen und sich überlegen, wann genau sie diese Thema am besten ansprechen. Menschen in einer persönlichen Krise finden rund um die Uhr unter der Telefonnummer 142 ein offenes Ohr. Auch online sind die krisenerprobten Mitarbeiter der Telefonseelsorge Vorarlberg erreichbar. Alle Informationen finden sich unter www.142online.at.