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Telemedizin: Zwei Pilotprojekte starten in Vorarlberg

Vorarlberg testet Telemedizin für Herz- und Krebspatienten. ©MathisStudio

CardioCare und OnkoCare sollen die medizinische Betreuung von Menschen mit Herzschwäche und Krebserkrankungen im häuslichen Umfeld ergänzen. Die beiden telemedizinischen Pilotprojekte starten im Juli im Bezirk Feldkirch beziehungsweise landesweit mit ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Betreuung über App und medizinische Teams

Mit CardioCare und OnkoCare starten in Vorarlberg die ersten beiden telemedizinischen Betreuungsprogramme. Sie richten sich an Menschen mit Herzschwäche beziehungsweise an Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen während einer laufenden Behandlung. Ziel ist laut den Verantwortlichen eine engere Zusammenarbeit zwischen Betroffenen, Haus- und Fachärztinnen beziehungsweise -ärzten sowie den Teams der Vorarlberger Landeskrankenhäuser.

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Die telemedizinische Betreuung soll die persönliche ärztliche Versorgung ergänzen. Nach Angaben der Projektteams sollen dadurch gesundheitliche Veränderungen früher erkannt und Behandlungen bei Bedarf rascher angepasst werden.

CardioCare startet im Bezirk Feldkirch

CardioCare Vorarlberg geht im Juli im Bezirk Feldkirch in die Pilotphase. Das Programm richtet sich an Menschen mit Herzschwäche.

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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer messen täglich Gesundheitsdaten und übermitteln diese über eine App an eine Datenzentrale. Die Werte werden von einer Herzinsuffizienz-Nurse überwacht, die zugleich als Ansprechperson für die Betroffenen sowie als Schnittstelle zu den behandelnden Ärztinnen und Ärzten fungiert. Auffällige Veränderungen sollen so früh erkannt werden, damit gegebenenfalls eine Anpassung der Therapie erfolgen kann.

OnkoCare für Menschen mit Krebserkrankungen

Ebenfalls im Juli startet das Pilotprojekt OnkoCare Vorarlberg. Nach Angaben der Projektverantwortlichen nehmen zunächst rund 150 Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen während einer laufenden Behandlung daran teil.

Auch hier werden Gesundheitsdaten täglich über eine App übermittelt. Die Daten werden zunächst von speziell ausgebildeten Onko-Nurses geprüft. Bei auffälligen Werten wird ein interdisziplinäres Team eingebunden, um weitere medizinische Schritte einzuleiten. Laut den Verantwortlichen sollen dadurch Nebenwirkungen einer Krebstherapie frühzeitig erkannt und zusätzliche Krankenhausaufenthalte möglichst vermieden werden.

Evaluierung nach der Pilotphase

Beide Projekte werden von der Landeszielsteuerungskommission Vorarlberg gefördert und sind Teil der Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung im Land. Nach Abschluss der Pilotphase ist eine Evaluierung vorgesehen. Auf dieser Grundlage soll entschieden werden, ob die Programme künftig ausgeweitet werden.

Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher erklärte, die Projekte seien Teil der E-Health-Strategie des Landes. Telemedizin solle die medizinische Betreuung im häuslichen Umfeld ergänzen und künftig auch die Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern sowie Haus- und Fachärztinnen beziehungsweise -ärzten unterstützen.

(VOL.AT)

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