Die Behörden haben für die Playa de la Pinta in Costa Adeje im Südwesten der Kanareninsel ein Badeverbot ausgesprochen. Grund sind erhöhte Bakterienwerte im Meerwasser.
Wie die deutsche Zeitung Bild unter Berufung auf die belgische Nachrichtenplattform Redactie24 berichtet, gilt das Verbot bereits seit dem 14. Mai. Vor Ort wurden Absperrungen errichtet und rote Warnflaggen aufgestellt.
Enterokokken im Meerwasser nachgewiesen
Laut dem Bericht wurden bei Wasserproben erhöhte mikrobiologische Werte festgestellt, die auf Enterokokken hindeuten. Dabei handelt es sich um Bakterien, die zur natürlichen Darmflora des Menschen gehören. In Gewässern können sie auf eine Verunreinigung hinweisen.
Ein Kontakt mit stark belastetem Wasser kann gesundheitliche Beschwerden verursachen. Redactie24 berichtet, dass die Behörden das Badeverbot aufrechterhalten wollen, bis neue Wasserproben bestätigen, dass das Wasser wieder unbedenklich ist. Die Ursache der Verunreinigung war zunächst unklar.
Beliebte Tourismusregion betroffen
Costa Adeje zählt zu den bekanntesten Urlaubszielen auf Teneriffa. Die Region ist für ihre Strände, Hotelanlagen sowie Freizeit- und Wassersportangebote bekannt.
Laut dem Bericht hoffen auch die örtlichen Betriebe auf eine rasche Entwarnung. Bei gesundheitlichen Risiken würden viele Besucher betroffene Strandabschnitte meiden, was sich auch auf Gastronomie und Geschäfte auswirken könne.
Zusammenhang mit Hantavirus-Kreuzfahrtschiff nicht bestätigt
Mitte Mai sorgte auf Teneriffa bereits ein anderer Vorfall für Schlagzeilen. Das Kreuzfahrtschiff "MV Hondius", auf dem es laut Medienberichten zu Fällen des Hantavirus gekommen war, lag vor der Insel vor Anker. Ein Zusammenhang zwischen dem aktuellen Badeverbot an der Playa de la Pinta und dem Kreuzfahrtschiff wurde in den vorliegenden Berichten jedoch nicht hergestellt.
(VOL.AT)