Tiger greift 73-Jährigen bei Leipzig an – Tier erschossen
Ein entlaufener Tiger hat am Sonntag in Schkeuditz bei Leipzig einen 73-jährigen Mann schwer verletzt. Die Polizei erschoss die Raubkatze am Nachmittag in einer Gartenanlage. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr mehr, teilte eine Polizeisprecherin mit.
Der Tiger war aus einer privaten Anlage im sächsischen Schkeuditz entkommen. Wie genau das Tier ausbrechen konnte, ist derzeit noch unklar. Der verletzte Mann wurde aus dem Gehege gerettet und in ein Krankenhaus gebracht.
Nach Angaben der Polizei hielt sich der 73-Jährige berechtigt auf dem Gelände auf. Er soll eine Art Helfer gewesen sein und befand sich im Gehege, als das Tier entkam.
Weitere Großkatzen auf Gelände
In Schkeuditz betreibt die bekannte Tiger-Dompteurin Carmen Zander eine private Haltung mit Großkatzen in einem Gewerbegebiet. Laut Polizei seien keine weiteren Tiere entlaufen. Um das Gelände vollständig zu kontrollieren, sollte es zusätzlich mit einer Drohne überflogen werden.
Kritik an Tiger-Haltung schon früher Thema
Nach deutschen Medienberichten hatte es in der Vergangenheit bereits Vorwürfe gegen die Haltung der Tiger gegeben. Details dazu wurden von den Behörden zunächst nicht genannt.
Die Ermittlungen zur Ursache des Ausbruchs laufen.
(APA/DPA/VOL.AT)