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Tim Cook verabschiedet sich – Apple startet größte KI-Offensive seit Jahren

Tim Cook bei seiner seiner letzten Apple Worldwide Deveopers Conference in Cupertino.
Tim Cook bei seiner seiner letzten Apple Worldwide Deveopers Conference in Cupertino. ©AFP
Apple hat bei der Entwicklerkonferenz WWDC 2026 nicht nur seine nächste Softwaregeneration vorgestellt, sondern auch einen historischen Personalwechsel eingeläutet. Für Tim Cook war es die letzte große Präsentation als Apple-CEO. Gleichzeitig soll eine neue KI-Offensive den iPhone-Konzern wieder näher an die Konkurrenz heranführen.

Apple hat seine diesjährige Worldwide Developers Conference (WWDC) genutzt, um die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. Im Mittelpunkt standen neue Funktionen rund um Künstliche Intelligenz, umfassende Software-Updates für iPhone, Mac und Apple Watch sowie der bevorstehende Führungswechsel an der Spitze des Konzerns.

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Wie gewohnt eröffnete CEO Tim Cook die rund 76-minütige Keynote, bevor Softwarechef Craig Federighi und weitere Manager die Neuheiten präsentierten. Doch diesmal war der Auftritt des langjährigen Apple-Chefs von besonderer Bedeutung: Die WWDC 2026 war seine letzte große Apple-Präsentation vor dem geplanten Führungswechsel im September. Dann soll Hardware-Chef John Ternus die Unternehmensführung übernehmen. Cook wird laut Berichten künftig als Aufsichtsratsvorsitzender tätig sein.

Apple startet neuen Anlauf bei Künstlicher Intelligenz

Inhaltlich stand die Veranstaltung ganz im Zeichen von "Apple Intelligence", also Apples KI-Plattform. Besonders im Fokus: die neue "Siri AI", mit der Apple den Rückstand gegenüber Diensten wie ChatGPT, Gemini oder Claude verkleinern möchte.

Apple-Softwarechef Craig Federighi. ©AFP

Die neue Siri soll deutlich natürlicher kommunizieren, Inhalte auf dem Bildschirm verstehen und stärker auf persönliche Daten und Gewohnheiten der Nutzer eingehen. So kann der Sprachassistent beispielsweise Fotos durchsuchen, Informationen aus verschiedenen Apps zusammenführen oder Aufgaben über mehrere Anwendungen hinweg erledigen. Auch eine eigene Siri-App wurde angekündigt.

Technisch setzt Apple dabei nicht ausschließlich auf eigene Entwicklungen. Für die neue KI-Generation greift der Konzern unter anderem auf Googles Gemini-Modelle zurück, die als Grundlage für verschiedene Funktionen dienen sollen. Apple betont gleichzeitig, dass Datenschutz und Privatsphäre weiterhin zentrale Bestandteile des Systems bleiben.

KI zieht in viele Apps ein

Die neuen KI-Funktionen beschränken sich nicht auf Siri. Auch zahlreiche Apple-Anwendungen erhalten intelligente Erweiterungen.

So soll die Kamera-App künftig Objekte und Umgebungen erkennen können. In Fotos werden Bildbearbeitung und Objekterkennung erweitert, während Nachrichten-Apps kontextbezogene Vorschläge liefern können. Auf dem Mac wird Siri direkt in Spotlight integriert und soll Aufgaben über verschiedene Programme hinweg erledigen können. Zudem kündigte Apple Verbesserungen für Schreibwerkzeuge, Suchfunktionen und die automatische Organisation von Inhalten an.

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Daneben stellte der Konzern neue Versionen seiner Betriebssysteme vor. iOS 27, macOS 27 "Golden Gate", iPadOS 27 und watchOS 27 sollen zunächst als Testversionen verfügbar sein, ehe die finale Veröffentlichung im Herbst erfolgt. Der Fokus liegt laut Apple vor allem auf Stabilität, Leistung und zahlreichen Detailverbesserungen.

Europa geht vorerst leer aus

Für Nutzer in Europa gab es allerdings auch eine Enttäuschung. Die neue Siri AI soll zum Start nicht in der Europäischen Union verfügbar sein. Apple verweist auf regulatorische Herausforderungen und nennt insbesondere Vorgaben des Digital Markets Act (DMA). Einen konkreten Termin für die Einführung in der EU nannte das Unternehmen nicht.

Zudem sollen viele der neuen Funktionen zunächst ausschließlich auf Englisch angeboten werden. Einige KI-Anwendungen werden außerdem nur auf neueren Geräten mit ausreichend leistungsfähiger Hardware verfügbar sein.

Emotionaler Abschied von Tim Cook

Am Ende der Veranstaltung wurde es noch einmal persönlich. Tim Cook nutzte seine letzten Minuten auf der WWDC-Bühne für einen Rückblick auf seine Zeit als Apple-Chef.

Tim Cook wurde bei seiner Rede auch emotional. ©AFP

Einige der größten Momente seiner Amtszeit seien Veranstaltungen wie die WWDC gewesen, sagte Cook. Es sei ihm eine Ehre gewesen, Apple zu führen. Die bei der Konferenz vorgestellten Neuerungen seien "unglaublich", zudem glaube er, "dass das Beste noch vor uns liegt".

Damit endete eine Ära, die nach dem Tod von Steve Jobs begonnen hatte und Apple zum wertvollsten Technologiekonzern der Welt machte. Mit John Ternus übernimmt nun ein langjähriger Vertrauter die Führung – und die Aufgabe, Apple im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz wieder näher an die Konkurrenz heranzuführen.

(VOL.AT)

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