42-jähriger Snowboarder stirbt bei Lawinenabgang am Sonnenkopf
Trotz Lawinenwarnstufe vier begaben sich der 42-Jährige und sein 15-jähriger Sohn gegen 11 Uhr ins freie Gelände. Beim Befahren einer Geländekante löste der Vater ein Schneebrett aus, wurde mitgerissen und in weiterer Folge verschüttet.
Der Sohn, der nicht von der Lawine erfasst wurde, setzte umgehend den Notruf ab und leitete damit die Rettungskette ein.
Reanimation ohne Erfolg
Unmittelbar nach der Alarmierung wurde mit der Suche begonnen. Bergretter, Pistenretter, Polizeikräfte sowie mehrere mit Lawinenverschüttetensuchgeräten ausgerüstete Privatpersonen beteiligten sich an dem Einsatz. Auch Lawinensuchhunde standen im Einsatz.
Nach rund 50 Minuten konnte der Verschüttete geborgen werden. Eine eingeleitete Reanimation blieb ohne Erfolg, der 42-Jährige starb noch an der Unglücksstelle.
Wie Ortsstellenleiter Fabian Zudrell gegenüber den "Vorarlberger Nachrichten" bestätigte, waren weder der Sohn noch der Vater mit einem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) unterwegs.
Großaufgebot der Einsatzkräfte
Der 15-jährige Sohn blieb unverletzt. Die Lawine hatte eine Breite von rund 45 Metern und eine Länge von etwa 35 Metern.
Vor Ort standen 15 Mitglieder der Bergrettung Dalaas und Klösterle, 20 freiwillige Passanten mit LVS-Ausrüstung, fünf Mitglieder der Pistenrettung Sonnenkopf sowie drei Alpinpolizisten im Einsatz. Das Kriseninterventionsteam wurde zur Betreuung der Angehörigen angefordert.
Lawinengefahr derzeit erheblich
In den Bergen Vorarlbergs herrscht aktuell große Lawinengefahr. Es gilt Gefahrenstufe vier auf der fünfteiligen Skala.
(VOL.AT)