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Trotz Spardruck – darum wird der Kindergarten in Fraxern jetzt erweitert

Der Kindergarten in Fraxern wird bald umgebaut und erweitert.
Der Kindergarten in Fraxern wird bald umgebaut und erweitert. ©VOL.AT/Rausch
Während viele Gemeinden derzeit Investitionen streichen, baut Fraxern seinen Kindergarten aus. VOL.AT berichtet über die Gründe des Umbaus.

Bereits aus weiter Entfernung hört man Kinder toben und schreien. Sie laufen über die Wiese des Kindergartens in Fraxern, spielen und wirken glücklich. Vielleicht freuen sie sich bereits auf den bevorstehenden Umbau im Juni. Dieser ist notwendig, wenn man sich sich die Fassade, die Fenster und das Dach des Gebäudes etwas genauer ansieht. Schließlich hinterlassen mehr als zwei Jahrzehnte ihre Spuren.

Der Grund für die Erweiterung des Kindergartens ist vor allem ein neuer gesetzlicher Auftrag im Bereich der Kinderbetreuung, erklärt Bürgermeister Steve Mayr (ÖVP) auf Anfrage. Künftig müssten auch Kinder ab eineinhalb Jahren in elementarpädagogischen Einrichtungen aufgenommen werden können.

Der Kindergarten ist über 23 Jahre alt, einige Sanierungen sind deshalb notwendig.
Der Kindergarten ist mehr als 23 Jahre alt, einige Sanierungen wurden deshalb notwendig. ©VOL.AT/Rausch

Wickelbereiche, Duschen, Ruhe- und Schlafraum

Der Kindergarten konnte dieses Angebot bisher nicht erfüllen, da er mit zwei Gruppenräumen ursprünglich für Kinder ab etwa vier Jahren konzipiert wurde. "Aus diesem Grund wird der Kindergarten um einen zusätzlichen Gruppenraum für Kleinkinder erweitert. Damit schaffen wir erstmals die notwendigen Voraussetzungen wie Wickelbereiche, Duschen sowie einen Ruhe- und Schlafraum."

Ein weiterer wesentlicher Punkt sei der bauliche Zustand des bestehenden Kindergartens. Das Gebäude ist mittlerweile mehr als 23 Jahre alt, weshalb Sanierungen bei Fassade, Fenstern, Sonnenschutz und Dach notwendig waren. Durch die Erweiterung könnten diese Maßnahmen "sinnvoll gebündelt und kosteneffizient umgesetzt" werden.

Die derzeit verfügbaren Förderungen seien außergewöhnlich hoch und es sei nicht davon auszugehen, dass sich diese Rahmenbedingungen künftig verbessern, betont der Bürgermeister. In Kombination mit dem baulichen Zustand und den gestiegenen Anforderungen sei jetzt der richtige Zeitpunkt für die Umsetzung. Mayr rechnet für die Sanierung mit Kosten von rund 2,7 Millionen Euro.

Darüber hinaus möchte die Gemeinde bewusst auf den Verbrauch neuer Grundstücksreserven verzichten. Mayr bezeichnet die Erweiterung des bestehenden Standorts als "effizienteste Lösung". Eine solche Erweiterung sei außerdem bereits 2014 bei der damaligen Vergrößerung von einer auf zwei Gruppen mitgedacht worden.

Mittagstisch für Kindergarten und Volksschule

Was ändert sich noch? "Zusätzlich wird ein gemeinsamer Mittagstisch für Kindergarten- und Volksschulkinder eingerichtet. Dadurch ermöglichen wir künftig eine ganztägige Betreuung, was bisher nur sehr provisorisch im Lehrerzimmer oder in Büroräumen umgesetzt werden konnte." Künftig werden Kinder ab eineinhalb Jahren bis zum Ende der vierten Klasse Volksschule durchgängig betreut.

Bürgermeister Steve Mayr
Bürgermeister Steve Mayr ©Mauche

Das Einführungsjahr bringe jedoch auch Herausforderungen mit sich, betont Mayr. Kinder, die bisher in externen Einrichtungen betreut wurden, müssten sich nun neu eingewöhnen. Für viele Eltern bedeute das einen erhöhten zeitlichen Aufwand. "Solche Anfangsschwierigkeiten lassen sich bei neuen Angeboten leider nicht vermeiden, insbesondere da wir weder die finanziellen Mittel noch die Kinderzahl für parallele Strukturen haben."

(VOL.AT/Rausch)

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