Tuberkulose-Verdacht in Vorarlberg nicht bestätigt
Die Ergebnisse der aktuellen humanmedizinischen Untersuchungen im Fall einer auf Tuberkulose-Erreger positiv getesteten Person in Vorarlberg geben Entwarnung: Die durchgeführte Röntgenuntersuchung der Lunge zeigt keinen Hinweis auf eine frische Infektion bzw. aktive oder ansteckende Tuberkulose. Vielmehr zeigt sich das Bild einer sogenannten latenten Tuberkulose, bei der der Kontakt mit dem Erreger bereits längere Zeit zurückliegt und nicht mit den aktuellen Infektionen bei Viehbeständen in Zusammenhang steht. Von der Person geht deshalb auch keine Ansteckungsgefahr aus.
Tuberkulose gilt beim Menschen grundsätzlich nicht als hochansteckende Erkrankung. Ob es zu einer Infektion kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab – insbesondere von der Häufigkeit und Intensität des Kontakts, der Menge der aufgenommenen Erreger sowie der individuellen Immunlage einer betroffenen Person. Die Infektion erfolgt meist durch das Einatmen feinster Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen durch an offener Lungentuberkulose erkrankte Personen oder Tiere freigesetzt werden.
Die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) kann wenige Monate – insbesondere bei Kleinkindern – bis viele Jahre und sogar Jahrzehnte betragen. Ein positiver Bluttest bleibt nach einer durchgemachten Tuberkulose lebenslang bestehen und weist auf einen früheren Kontakt mit dem Erreger hin.
(VOL.AT)