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USA bleiben der wichtigste Einzelmarkt für das Liebherr-Werk Nenzing

Die Liebherr-Maschinen aus Nenzing sind weltweit im Einsatz - vor allem auch in den USA.
Die Liebherr-Maschinen aus Nenzing sind weltweit im Einsatz - vor allem auch in den USA. ©Liebherr
Der nordamerikanische Markt und dabei insbesondere die USA bleiben für das Liebherr-Werk Nenzing unverändert der größte und wichtigste Einzelmarkt unter allen globalen Absatzmärkten.

Daran würden auch die politischen Spannungen sowie die Zollthemen nichts ändern, erklärte Marketingleiter Wolfgang Pfister auf wpa-Anfrage.

40 Prozent des Umsatzes in Nordamerika – und die Nachfrage wächst weiter

So würden rund 40 Prozent des bei Liebherr in Nenzing erzielten Umsatzes auf Nordamerika und vor allem auf die USA entfallen. "Damit ist dieser Markt für uns größer als die gesamte EU", so Pfister. Auch im Geschäftsjahr 2025 habe der US-Markt zugelegt, und zwar sowohl beim Umsatz als auch bei den Bestellungen für die kommenden Jahre. "Das hat sich sehr dynamisch entwickelt."

Der Löwenanteil entfalle dabei insbesondere auf das Geschäftsfeld Raupenkrane. "Die Nachfrage ist ungebrochen hoch und wir sind gefordert, sie unter den neuen Rahmenbedingungen zu bedienen." Selbstredend würden die neuen US-Zollsätze ihre Spuren hinterlassen. "Das hat natürlich Auswirkungen auf unsere Margen", so Pfister. Aber die USA seien eben ein sehr wichtiger Markt für das Vorarlberger Werk.

Marketingleiter Wolfgang Pfister. ©Liebherr Nenzing

Auftragslage gut

Im Geschäftsjahr 2024 kam das Unternehmen auf einen Umsatz von 702,7 Millionen Euro. Die finalen Liebherr-Konzernzahlen für 2025 liegen zwar noch nicht vor, gleich wie jene für den Standort in Nenzing. Allerdings könne man schon jetzt sagen, dass der Umsatz (nach UGB) der Liebherr-Werk Nenzing GmbH im Vorjahr leicht zugelegt habe, so Pfister.

Die deutlich positive Entwicklung gelte sowohl für Nordamerika als auch für die EU, gefolgt von europäischen Nicht-EU-Staaten und dem Mittleren Osten. Mit der gegenwärtigen Auftragslage für 2026 und Folgejahre sei man trotz aller bekannten Verwerfungen gegenwärtig zufrieden.

Mehrere Millionen Euro für drei Leichtbauhallen

In Nenzing sind die drei Geschäftsfelder Raupenkrane, Spezialtiefbaugeräte und Seilbagger angesiedelt. Um die Abläufe in Zukunft noch effizienter gestalten zu können, werde Liebherr jetzt drei Leichtbauhallen mit einer Fläche von insgesamt 1.700 Quadratmetern errichten. Sie dienen den Bereichen Konservierung und Kommissionierung sowie dem Versuchsprüfstand.

"Je nach Auftragslage war die Zwischenlagerung von lackierten Teilen und versandbereiten Komponenten im Trockenen bisher immer wieder ein Nadelöhr, wodurch auch große Bauteile wiederholt umgelagert werden mussten." Mit den neuen Leichtbauhallen wolle man diese Probleme beheben. Für die gesamte Erweiterung werden rund 5,5 Millionen Euro in Nenzing investiert, davon allein 3,5 Millionen Euro nur für die Hallen.

(wpa/gübi)

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