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Vier Vergiftungsfälle nach Babynahrungs-Rückruf – so ist die Lage in Vorarlberg

In Vorarlberg gibt es laut Landesregierung bislang keinen einzigen Fall.(Symbolbild)
In Vorarlberg gibt es laut Landesregierung bislang keinen einzigen Fall.(Symbolbild) ©APA
Nach europaweiten Rückrufen von Babynahrung wegen möglicher Verunreinigung mit dem Giftstoff Cereulid sind in Österreich vier Verdachtsfälle bei Säuglingen bestätigt worden. So ist die Lage in Vorarlberg.

Vier Verdachtsfälle bei Babys im Alter von null bis elf Monaten haben österreichweit für Aufsehen gesorgt. Hintergrund sind europaweite Rückrufe bestimmter Babynahrungsprodukte, die möglicherweise mit dem Giftstoff Cereulid belastet sind. Cereulid wird von bestimmten Bakterien gebildet und kann zu schweren Vergiftungserscheinungen führen.

Land sieht derzeit keinen Fall im Ländle

In Vorarlberg gibt es laut Landesregierung bislang keinen Fall. Die Behörden haben dennoch reagiert.

Auf Anfrage von VOL.AT teilt das Land Vorarlberg mit: "Im Zusammenhang mit den europaweiten Rückrufen von Babynahrung wegen einer möglichen Verunreinigung mit dem Giftstoff Cereulid sind uns keine entsprechenden Fälle bekannt."

Damit ist klar: Unter den vier österreichweit bestätigten Verdachtsfällen befindet sich nach aktuellem Stand kein Fall aus Vorarlberg. Auch darüber hinaus seien dem Land keine weiteren Verdachtsmeldungen bekannt.

Die AGES hatte zuvor auf die jeweils zuständigen Gesundheitsbehörden verwiesen. Von dort kommt nun Entwarnung – zumindest vorerst.

Rundschreiben an Ärzte und Spitäler

Untätig geblieben ist man im Landhaus dennoch nicht. Wie das Land Vorarlberg weiter ausführt, wurde von der Sanitätsbehörde im Amt der Vorarlberger Landesregierung bereits am 3. Februar 2026 ein Rundschreiben versendet. Adressaten waren alle Krankenanstalten im Land, sämtliche niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie die Ärztekammer.

In dem Schreiben wurde über den Ausbruch informiert und ausdrücklich auf die Meldepflicht von Erkrankungsfällen hingewiesen. Ziel ist es, mögliche Fälle rasch zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

Was ist Cereulid?

  • Cereulid ist ein hitzestabiles Gift (Toxin), das von bestimmten Stämmen des Bakteriums Bacillus cereus gebildet wird. Dieses Bakterium kommt natürlich in der Umwelt vor – etwa im Boden, auf Pflanzen oder in Rohstoffen.

Warum ist Cereulid problematisch?

  • Es ist hitzestabil – wird also durch normales Kochen oder Erhitzen nicht zerstört.
  • Es kann bereits in sehr kleinen Mengen Beschwerden auslösen.
  • Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder, weil ihr Organismus empfindlicher reagiert.

Welche Symptome treten auf?

Typisch sind:

  • starkes Erbrechen
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Bauchkrämpfe

Die Symptome beginnen meist wenige Stunden nach dem Verzehr kontaminierter Nahrung. In schweren Fällen kann es zu Flüssigkeitsverlust oder – sehr selten – zu Komplikationen an Leber oder anderen Organen kommen.

Wie gelangt Cereulid in Lebensmittel?

Das Toxin entsteht, wenn sich Bacillus cereus in Lebensmitteln vermehrt – etwa bei:

  • unsachgemäßer Lagerung
  • Temperaturproblemen
  • verunreinigten Rohstoffen

Im aktuellen Fall steht ein möglicherweise belasteter Inhaltsstoff (Öl) in Milchpulver im Verdacht.

(VOL.AT)

  • ADMIN AT
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