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Vollmond extrem: Supermond eröffnet das astronomische Jahr

Wolfsmond trifft auf Quadrantiden – Das Himmelsereignis im Januar 2026
Wolfsmond trifft auf Quadrantiden – Das Himmelsereignis im Januar 2026 ©CANVA
Zum Auftakt des Jahres 2026 erwartet Himmelsbeobachter ein besonderes Naturschauspiel: Der sogenannte Wolfsmond – die erste Vollmondnacht des Jahres – fällt mit einem Supermond zusammen und erreicht am Samstag seine volle Leuchtkraft.

Supermond über Vorarlberg

Der Wolfsmond markiert den ersten von drei Supermonden des Jahres. Als Supermond gilt ein Vollmond, wenn er der Erde besonders nahekommt und dadurch größer und heller erscheint als gewöhnlich. Der Januar-Mond zählt dabei zu den drei erdnächsten Monden 2026 – neben dem Kaltmond im Dezember und einem weiteren im Spätsommer.

Laut NASA-Forscher Noah Petro sind die Unterschiede zum regulären Vollmond allerdings gering und nur bei genauer Beobachtung erkennbar. Wer optimale Sichtbedingungen sucht, sollte einen dunklen Ort mit freier Sicht auf den Horizont aufsuchen. Für die Beobachtung genügt das bloße Auge, ein Fernglas oder Teleskop kann Details sichtbar machen.

Schwierige Bedingungen für Sternschnuppen

Während der Supermond den Himmel erleuchtet, geraten die Quadrantiden – einer der aktivsten Meteorströme des Jahres – etwas ins Hintertreffen. Der Höhepunkt der Sternschnuppen wird zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen erwartet. Doch mit 100 Prozent Mondlicht werden viele der Meteore kaum sichtbar sein.

Nach Angaben der American Meteor Society strahlt der Strom aus dem Sternbild Bärenhüter (Boötes) und kann bei günstigen Bedingungen bis zu fünf sichtbare Meteore pro Stunde liefern. Himmelsgucker könnten ihre Chancen erhöhen, indem sie in nordöstliche Richtung blicken und den Mond im Rücken haben.

Mondbeobachtung im Zeichen von Artemis

Auch im Kontext der kommenden Artemis-II-Mission der NASA erhält der Blick zum Mond neue Bedeutung. Bereits im Februar soll eine vierköpfige Crew zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren den Mond umrunden. Für Forscher wie Petro ist das ein Anlass, sich mit dem Erdtrabanten bewusster auseinanderzusetzen.

Er empfiehlt, die Phasen des Mondes zu beobachten und sich gedanklich auf den historischen Flug einzustimmen – ein Moment, der für viele mit Staunen und Neugier verbunden sein dürfte.

Die Herkunft des Namens

Der Name "Wolfsmond" geht auf Beobachtungen nordamerikanischer Ureinwohner zurück. Die Sioux beschrieben ihn mit dem Begriff „Wölfe laufen zusammen“. Auch andere indigene Bezeichnungen existieren, etwa „Mond des Bären“ (Potawatomi) oder „Harter Mond“ (Lakota).

Weitere Himmelsereignisse 2026

Wer die Quadrantiden verpasst, hat 2026 noch zahlreiche Gelegenheiten zur Himmelsbeobachtung. Besonders hervorzuheben sind die Perseiden im August, deren Maximum mit Neumond zusammenfällt – ideale Bedingungen für Sternschnuppenfreunde.

Meteorströme 2026 – Höhepunkte im Überblick:

  • Lyriden: 21.–22. April
  • Eta Aquariiden: 5.–6. Mai
  • Perseiden: 12.–13. August
  • Orioniden: 21.–22. Oktober
  • Geminiden: 13.–14. Dezember

Vollmonde 2026:

  • Februar: Schneemond
  • April: Rosa Mond
  • Juni: Erdbeermond
  • Dezember: Kaltmond

(VOL.AT)

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