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Vom Spielfeld ins Klassenzimmer

©GEPA, Stiplovsek/VN
Als Patrick Scherrer 2021 aufhörte, endete seine Fußballgeschichte nicht. Sie bekam nur eine neue Bühne.

Der heute 39-Jährige absolvierte in seiner Karriere 382 Pflichtspiele, erzielte 60 Tore und war unter anderem für Austria Lustenau, Sturm Graz und den SCR Altach aktiv. In der Bundesliga kam er auf 16 Einsätze und ein Tor.

Seine längste und prägendste Zeit verbrachte er in Altach, wo er auf 99 Spiele und 13 Tore kam. "Ich blicke mit Stolz zurück. Es war eine intensive Zeit mit vielen schönen Momenten und Erfahrungen", sagt Scherrer.

Für den SCR Altach absolvierte Scherrer 99 Pflichtspiele und erzielte dabei 13 Tore. ©GEPA

Der Sprung in den Profifußball

Seine fußballerische Ausbildung begann beim SV Frastanz, ehe er über den FC Nenzing und die Akademie Vorarlberg den Sprung in den Profifußball schaffte. 2005 wechselte er zu Austria Lustenau und machte dort früh auf sich aufmerksam.

68 Spiele und vier Tore sowie die Auszeichnung zum "Youngstar des Monats" zeugen von seinem Talent. "Ich habe als junger Spieler die Chance bekommen und konnte mich schnell beweisen", erinnert sich Scherrer.

Auch für Sturm Graz durfte der Feldkircher auflaufen. Hier erzielte er im ÖFB-Cup 2008 beim FC Dornbirn einen Treffer. ©GEPA

2008 folgte der Wechsel zu Sturm Graz, ein großer Schritt in seiner Karriere. "Sturm Graz ist eine große Nummer im österreichischen Fußball, spielt jedes Jahr um den Titel mit – das war besonders für mich."

Trotz starker Konkurrenz und eingeschränkter Einsatzzeit durch den Wehrdienst sammelte er wertvolle Erfahrungen. "Ich durfte mit Topspielern wie Mario Haas, Peter Hlinka oder auch Ferdinand Feldhofer trainieren und spielen, das hat mich extrem weitergebracht", sagt er. Nach einer Leihe zu Altach wurde der gebürtige Feldkircher im Schnabelholz heimisch.

"Ich verfolge alles noch mit"

"Altach war für mich mehr als nur ein Verein", betont Scherrer. Insgesamt bestritt er 163 Spiele in der 2. Liga. "Ich verfolge auch heute noch, was sich bei meinen Ex-Vereinen tut." Altach habe eine "überragende Cupsaison gespielt", und der aktuelle Hype um den Verein sei mehr als verdient.

Der 39-Jährige wünscht sich außerdem wieder Ländle-Derbys in der höchsten österreichischen Spielklasse: "Ich hoffe, die Austria schafft den Aufstieg. Es wäre ein Gewinn für den Vorarlberger Fußball, wenn es wieder zwei Vorarlberger Klubs in der Bundesliga geben würde."

Auch für Austria Lustenau war Scherrer (links) aktiv. Heute hofft er auf den Aufstieg der Grün-Weißen in die Bundesliga. ©Stiplovsek

Nach weiteren Stationen bei USV Eschen-Mauren in Liechtenstein, dem FC Hard und dem FC Nenzing ließ er seine Karriere langsam ausklingen. 2021 beendete er schließlich seine aktive Laufbahn. "Ich habe meinen Weg gefunden, viele schöne Momente erlebt", sagt er.

Ein neuer Lebensabschnitt

Heute unterrichtet er an der Sportmittelschule Hohenems und hat damit seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. "Ich wollte immer mit dem Sport verbunden bleiben, mit Menschen arbeiten und meine Erfahrungen weitergeben", erklärt er.

Seit mittlerweile zehn Jahren ist Patrick Scherrer ein begeisterter Lehrer. ©Stiplovsek

Neben seiner Tätigkeit als Lehrer engagiert er sich auch im Mädchenfußball. Als Landesreferent setzt er sich dafür ein, Kinder für Bewegung zu begeistern. "Man sieht, dass das Interesse am Fußball, auch bei Mädchen, stetig wächst. Das ist eine sehr positive Entwicklung", sagt Scherrer.

Den Mädchenfußball in Vorarlberg zu fördern, ist Scherrer ein großes Anliegen.

Die Zeit als Profi hat er abgeschlossen, der Fußball bleibt jedoch ein zentraler Teil seines Lebens. "Ich habe vieles gesehen und erlebt. Heute bin ich froh über das, was ich habe: Familie, Beruf und weiterhin die Verbindung zum Sport", so der ehemalige Mittelfeldspieler.

(VOL.AT)

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