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Von Damüls nach Livigno

Ein Parkfahrer aus dem Bregenzerwald ist Teil des Olympia-Teams von Mailand–Cortina 2026.

Wenn dieser Tage bei den Olympischen Winterspielen in Livigno die Snowboard- und Freestyle-Athleten um Medaillen kämpfen, steht auch ein Wahlvorarlberger mitten im Geschehen. Luca Bifezzi, Parkfahrer im Snowpark Damüls, ist Teil jenes Teams, das die Wettkampfkurse für Snowboard- und Freestyle-Bewerbe gebaut hat und während der Spiele instand hält. Ein gebürtiger Italiener mit Wohnsitz in den Alpen und mit enger Verbindung ins Ländle.

Der 39-Jährige stammt aus Rivarolo Canavese in der Provinz Turin, am Fuße der italienischen Alpen. Heute lebt er im Vigezzotal nahe der Schweizer Grenze. Der Weg nach Vorarlberg, genauer gesagt nach Damüls, führte ihn vor vier Jahren. Ausschlaggebend war eine persönliche Verbindung: Ein ehemaliger Arbeitskollege aus dem Penken Park Mayrhofen wechselte damals in den Snowpark Damüls und machte Bifezzi auf eine freie Stelle aufmerksam. Ein Sommerbesuch genügte, um die Entscheidung reifen zu lassen. "Ich war sofort begeistert“, sagt er. Seither kehrt er jeden Winter in den Bregenzerwald zurück.

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Leidenschaft seit der Kindheit

Im Snowpark Damüls arbeitet Bifezzi seit Dezember 2022 als Pistenraupenfahrer. Gemeinsam mit dem Shaper-Team und Parkmanager Tomas „Toni“ Alton ist er für Bau, Pflege und Sicherheit der Parkstrukturen verantwortlich. Dass Snowpark-Bau für ihn mehr ist als ein Beruf, zeigt ein Blick auf seinen Werdegang: Seit dem zehnten Lebensjahr steht er auf dem Snowboard, 2008 begann er als Shaper zu arbeiten, 2012 folgte der Schritt zum Parkdesigner, zwei Jahre später jener zum Pistenraupenfahrer.

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"Ich liebe diesen Job“, sagt Bifezzi. „Er ist nicht immer einfach, aber die Leidenschaft trägt mich auch durch schwierige Phasen.“ In Damüls habe ihn vor allem der Teamgeist überzeugt. Der Zusammenhalt mit dem Pistenteam sei außergewöhnlich, die Aufnahme herzlich. "Ich habe mich sehr schnell wie zu Hause gefühlt.“

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Sprung ins Olympia-Team

Der Weg zu Olympia entstand nicht durch gezielte Planung, sondern durch jahrelange Arbeit und gewachsene Kontakte. Zwei ehemalige Kollegen aus früheren Projekten, heute verantwortlich für die Freestyle-Bewerbe in Livigno, schlugen Bifezzi für das Olympia-Team vor. "Dass sie mich aus so vielen möglichen Namen ausgewählt haben, ist für mich ein großes Zeichen von Vertrauen“, sagt er.

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In Livigno ist Bifezzi einer von zwölf Pistenraupenfahrern, die für den kompletten Bau und die Wartung aller Freestyle-Disziplinen verantwortlich sind: Big Air, Slopestyle, Halfpipe, Boarder- und Skicross, Parallel-Riesentorlauf, Aerials und Moguls. Das Team setzt sich aus Fahrern aus ganz Europa zusammen – aus Italien, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Deutschland oder Belgien.

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Höchste Präzision, große Verantwortung

Rund einen Monat blieb für den gesamten Aufbau. Gearbeitet wurde strikt nach Plan, mit höchster Präzision. "Sicherheit und Qualität stehen an oberster Stelle“, betont Bifezzi. Die größte Herausforderung liege oft nicht im Bau der spektakulären Strukturen selbst, sondern in den Details rundherum: Sicherheitszonen, Medienplattformen, Rettungswege, Zufahrten. "Der sichtbare Teil ist nur ein kleiner Ausschnitt der gesamten Arbeit.“

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Dass er bei Olympischen Spielen mitarbeitet, wurde ihm erst kurz vor Beginn der Bewerbe wirklich bewusst. Besonders berührt habe ihn ein Moment: als entlang der Strecke die olympischen Ringe montiert wurden. "Nach Wochen intensiver Arbeit wurde mir klar: Jetzt beginnt etwas ganz Großes.“

(VOL.AT)

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