Zwischen Sägen, Tragen und Fällen wird schnell klar, dass es im Wald nicht lange dauert, bis aus Zuschauen Mitmachen wird. Die Waldschule Bodensee bringt jedes Jahr Schulklassen und Erwachsene in den Wald, um den Lebensraum aktiv zu erleben und besser zu verstehen. Dabei geht es nicht nur um Holzarbeit, sondern darum, den Wald mit allen Sinnen wahrzunehmen und einen Zugang zur Natur zu bekommen. VOL.AT-Reporter Dennis Strobel war bei einem der Termine dabei und hat sich ein Bild davon gemacht, wie aus einer einfachen Idee Teamarbeit wird.
Lernen im Wald
Die Workshops sind vielseitig, an diesem Tag geht es für eine Klasse des Sportgymnasiums Bregenz jedoch ganz konkret darum, Bäume zu fällen, zu zerkleinern und zu ofenfertigem Holz zu verarbeiten.
Gearbeitet wird mit Handsäge und Muskelkraft, auch Reporter Dennis Strobel muss ran. "Früher gab es auch keine Motorsägen", heißt es dabei im Wald. Schritt für Schritt entstehen Meterstücke, die anschließend gemeinsam weiterverarbeitet werden. Dabei wird schnell klar, wie viel Koordination und Abstimmung in der Gruppe notwendig ist.
Vom Zuschauen zum Mitmachen
Zu Beginn ist die Motivation bei einigen noch zurückhaltend. Doch das ändert sich schnell. Aus einzelnen Handgriffen wird Teamarbeit: sägen, tragen, stapeln. "Es ist auch mal gut, zur Abwechslung frische Luft zu haben und nicht nur im Schulgebäude zu sitzen", sagt einer der Schüler. Auch wenn die Arbeit anstrengend ist, gehört genau das zur Erfahrung dazu.
Für die Verantwortlichen geht es um mehr als nur einen Tag im Wald. Ziel ist es, einen Zugang zur Natur zu schaffen und ein Verständnis für den Lebensraum Wald zu vermitteln. "Am Anfang sind sie skeptisch", sagt Karin Müller Vögel von der Waldschule Bodensee. "Am Ende sind eigentlich immer alle sehr, sehr happy, weil es einfach gut tut, den Wald zu sehen."
Erfahrung, die bleibt
Ein gemeinsamer Workshop als Klasse zeigt, wie schnell sich Einstellungen verändern können. Was zunächst wie ein Pflichttermin wirkt, entwickelt sich durch das gemeinsame Arbeiten zu einer aktiven Erfahrung. Nach getaner Arbeit steht weniger das Ergebnis im Vordergrund, sondern das, was bleibt: Bewegung, Teamarbeit und ein direkter Zugang zur Natur.
Weitere Folgen des Formats "Ich hab keine Ahnung von …" sehen Sie hier.
(VOL.AT)